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Topmanager:Macht und Egos, das geht nicht immer gut

Wer ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein hat, wagt auch schon mal mehr. Illustration: Stefan Dimitrov

Es braucht ein großes Ego, um als Topmanager nach oben zu kommen. Und es braucht eines, um oben zu bleiben. Eine Typologie.

Von Thomas Fromm

Als der langjährige BMW-Manager Herbert Diess 2015 zu Volkswagen wechselte, fanden nicht wenige in München, dass da zwei zusammenkämen, die sich prima ergänzten: der nicht wenig selbstbewusste Diess, heute 62, und der weltgrößte Autobauer, bei dem es ja schon immer um Größe ging - nicht zuletzt auch um die Größe der Egos derjenigen, die dort regierten. Dass ausgerechnet der damalige Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch Diess nach Wolfsburg gelotst haben soll, passte natürlich auch ganz gut ins Bild. Der inzwischen verstorbene Auto-Patriarch galt als der Übervater aller großen Manager-Egos, als eine Art gefürchteter, düster orakelnder Darth Vader der Autoindustrie. Einer, der in seiner Autobiographie ganz unbescheiden schrieb: "Ich hatte das Gefühl, überall bestehen zu können."

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