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Tiertransport über 2800 Kilometer in die Türkei:Die Tortur

SZ-Grafik; Quelle: Animal Welfare Foundation

Rinder, Schafe und Ziegen werden jedes Jahr zu Zehntausenden in die Türkei verkauft. Kaum jemand interessiert sich dafür, wie sehr die Tiere leiden. Dabei gibt es genaue Vorschriften für Tiertransporte.

Was am schlimmsten ist, kann Iris Baumgärtner nicht sagen. Ist es die sengende Hitze von mehr als 40 Grad, die den Asphalt regelrecht aufweicht? Ist es der beißende Gestank, der aus den Tiertransportern dringt und einem Tränen in die Augen treibt? Am schlimmsten ist wahrscheinlich die eigene Hilflosigkeit, sagt die 51-jährige Tierschützerin, wenn sie die Situation am Grenzübergang Kapikule zwischen Bulgarien und der Türkei beschreibt. "Die Tiere stehen tagelang in ihren Transportern, in brütender Hitze. Sie dürfen nicht raus, sie bekommen oft nichts zu trinken. Und wir als Tierschützer können nichts dagegen tun. Diese Ohnmacht lähmt einen", sagt sie.

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