Soziales - Magdeburg:Immer mehr Sachsen-Anhalter beantragen Pflegegrad

Arbeit und Soziales
Pflegebegutachterin Jeannine Mittendorf steigt in einem kleinen Ort vor einem Haus aus ihrem Auto aus. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa (Foto: dpa)

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Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt lassen immer mehr Menschen ihre Pflegebedürftigkeit feststellen. Der Medizinische Dienst des Landes ermittelte im vergangenen Jahr 106 315-mal die Höhe des Pflegebedarfs, wie eine Sprecherin auf Nachfrage mitteilte. Das waren 11.042 Gutachten oder 11,6 Prozent mehr als im Jahr davor. Im Jahr 2018 hatte die Zahl der noch bei insgesamt knapp 74.000 gelegen. Die Pflegegutachterinnen und -gutachter des Medizinischen Dienstes absolvierten 2023 rund 61.800 Hausbesuche.

Bei den Erstbegutachtungen wird demnach am häufigsten der Pflegegrad 2 vergeben. Im vergangenen Jahr war das im Land rund 20.450-mal der Fall, wie aus den Zahlen des Medizinischen Dienstes weiter hervorgeht. Der niedrigste Pflegegrad 1 wurde knapp 12.580-mal vergeben. Der höchste Pflegegrad 5 wurde nahezu 1650 Menschen zugesprochen. Die Gutachterinnen und Gutachter stellten aber auch in gut 4600 Fällen fest, dass keine Voraussetzungen für einen Pflegegrad gegeben waren.

Zu 44.429 Erstgutachten kamen im vergangenen Jahr 48.810 Anträge auf Höherstufungen sowie mehr als 5300 Widerspruchsverfahren.

© dpa-infocom, dpa:240225-99-116862/2

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