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Siemens: Erfolgssträhne:Ein gute Nachricht nach der anderen

In diesem Jahr dürfte der Gewinn im Mobility-Geschäft bei gut einer halben Milliarde Euro liegen. Plötzlich reiht sich jetzt eine gute Nachricht an die andere. Beispiel Hochgeschwindigkeitszüge: Fünf von neun Ausschreibungen der vergangenen Jahre hat Siemens nach eigenen Angaben gewonnen, vor allem Russland und China bestellten den Velaro.

Oder Züge für den Eurotunnel: Viele Jahre bekam Siemens gegen den französischen Alstom-Konzern keinen Fuß auf den Boden, wenn es um die Züge für die Verbindung zwischen Frankreich und England ging. Nun hat der Tunnelbetreiber Eurostar Siemens ausgewählt, den neuen Zug zu liefern. Alstom bemüht ein Londoner Gericht, um die Auftragsvergabe mit einer einstweiligen Verfügung zu stoppen.

Zu solchen Mitteln hat der große amerikanische Konkurrent General Electric (GE) noch nicht gegriffen. Doch auch in Fairfield, Connecticut, dürfte man registriert haben, dass der deutsche Rivale in den vergangenen Jahren aufgeholt hat. "Wir sind auf Augenhöhe", verkündete Siemens-Chef Löscher vor zwei Wochen selbstbewusst bei dem alljährlichen Führungskräftetreffen in Berlin.

Weltmarktführer bei Offshore-Anlagen

Zwar ist GE gemessen am Umsatz immer noch deutlich größer. Doch das Bild sieht anders aus, wenn man die große Finanzsparte der Amerikaner ausklammert. Und bei den Aufträgen stand Siemens zuletzt in vielen Bereichen besser da.

René Umlauft, Chef der Division erneuerbare Energien, ist auch ein Gewinner der jüngeren Siemens-Geschichte. Er machte Siemens zum Weltmarktführer für Windräder vor den Küsten, bei sogenannten Offshore-Anlagen. Bei den Windparks auf dem Land hinkt der Konzern zwar noch weit hinterher, will aber auch da angreifen.

"Insgesamt wollen wir im Windgeschäft im zweistelligen Prozentbereich wachsen und bis 2012 weltweit die Nummer drei werden", sagte Umlauft vor kurzem. Gemessen in absoluten Zahlen ist das Energiegeschäft mit fossilen Brennstoffen bei Siemens freilich immer noch um ein Vielfaches größer als die mit viel Marketingaufwand herausgestellten erneuerbaren Energien.