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Schifffahrt - Moormerland:Behörde gibt grünes Licht für Test-Tidesteuerung an der Ems

Deutschland
Die Luftaufnahme zeigt das Emssperrwerk. Foto: Ingo Wagner/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Gandersum/Oldenburg (dpa/lni) - Der Testbetrieb zur flexiblen Tidesteuerung am Emssperrwerk Gandersum kann starten: Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) habe grünes Licht für den Versuch gegeben, teilte die Geschäftsstelle Masterplan Ems 2050 am Dienstag in Oldenburg mit. Der Versuch soll vom 29. Juni bis zum 21. August laufen.

Dabei macht das Sperrwerk während der Tiden dicht: Vier Wochen lang jede Tide, drei Wochen lang jede zweite und in der letzten Versuchswoche die Flutstromsteuerung. Die flexible Tidesteuerung sei ein Kernelement für die Lösung des Schlickproblems, hieß es. Dazu müsse das dem Küstenschutz dienende Sperrwerk umfunktioniert werden.

Die Tidensteuerung beeinträchtigt die Schifffahrt. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt werde die Schiffe während des Tests mit ausreichendem Vorlauf über die Sperrzeiten informieren, hieß es.

Um das Emssperrwerk regulär zur Tidesteuerung einzusetzen, muss nicht nur seine Betriebsgenehmigung geändert werden, sondern es muss auch baulich ertüchtigt werden. 2022 werde der Planfeststellungsbeschluss erwartet, die Tidesteuerung könnte nach den Baumaßnahmen 2023/24 in Betrieb gehen, schätzen die Behörden.

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