RWE-Chef im Interview "Etwas richtig vor die Wand zu fahren, kann heilsam sein"

RWE-Chef Rolf Martin Schmitz hat schon im Studium nicht verstanden, warum man nicht stärker auf regenerative Energie setzt.

(Foto: Wolfgang Rattay/Reuters)

Rolf Martin Schmitz übers Scheitern, seinen Deal mit Eon, den grünen Umbau und das baldige Ende der fossilen Kraftwerke.

Von Michael Bauchmüllerund Benedikt Müller

Rolf Martin Schmitz empfängt inmitten einer Baustelle. Sein Büro in Essen hat er erst vor Kurzem bezogen, ein Geruch von frischem Teppich liegt in der Luft. Doch selbst die neue Chefetage des RWE-Konzerns ist nur ein Provisorium ohne jeden Schnörkel, ringsherum entsteht gerade der neue "RWE-Campus". Wie passend für ein Unternehmen, das sich gerade neu erfindet - durch einen Megadeal mit dem einstigen Rivalen Eon.

SZ: Herr Schmitz, sind Sie eigentlich Experte für Wiederaufstiege?

Rolf Martin Schmitz: Für Aufstiege? ...