Rassismusvorwürfe:„Familien ohne Migrationshintergrund“: Kritik an Unternehmen

Blick auf ein Mehrfamilienhaus in der Innenstadt. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild)

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Erfurt (dpa/th) - Nach Rassismusvorwürfen wegen einer Wohnungsanzeige hat ein Erfurter Immobilienunternehmen das Angebot überarbeitet. Die Firma änderte nach der Kritik die umstrittene Formulierung „Familien ohne Migrationshintergrund“, die unter der Kategorie „Sonstiges“ bei der Anzeige auf einem bekannten Immobilienportal gelistet war. Das bestätigte die Geschäftsführerin der Firma am Donnerstag auf dpa-Anfrage. „Es ging schnell, die Anzeige musste raus, es war unglücklich formuliert“, räumte die Frau ein. Sie sei nicht ausländerfeindlich, betonte sie. An Stelle der umstrittenen Formulierung steht in der Anzeige nun „Gern Familien mit Kindern“.

Hintergrund der Formulierung sei gewesen, dass keine Mieter erwünscht seien, für die Ämter die Miete als Sozialleistung zahlten, so die Geschäftsführerin. In der Vergangenheit sei es vorgekommen, dass es in solchen Fällen mehrere Monate gedauert habe, bis die Miete tatsächlich überwiesen worden sei.

Zuvor hatte die Fraktion Mehrwertstadt des Erfurter Stadtrats die Annonce scharf kritisiert und als offene rassistische Diskriminierung am Erfurter Wohnungsmarkt verurteilt. Auch die Sprecherin für Antifaschismus der Linken im Thüringer Landtag, Katharina König-Preuss, fand klare Worte: „Purer Rassismus“, schrieb sie am Donnerstag auf Twitter. Es sei ein Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG).

© dpa-infocom, dpa:230608-99-984756/2

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