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Protest gegen Lego:Greenpeace beschmutzt das Saubermännchen

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"Spielt nicht mit der Arktis!": Greenpeaceaktivisten protestieren gegen die Zusammenarbeit zwischen Lego und Shell.

(Foto: Martin Bernetti/AFP)

"Wie wollt ihr wieder aufbauen, was Shell zerstört?" Greenpeace protestiert gegen die Zusammenarbeit zwischen Lego und einem Mineralöl-Unternehmen. Die Aktivisten nutzen dabei die eigenen Bilder des Spielzeugherstellers: Kinder, eine heile Welt und nicht zuletzt eine saubere Weste.

Der Seitenscheitel auf seinem gelben Kopf sagt alles: Das Standard-Lego-Männchen trägt die Haare stets ordentlich und ein Lächeln im Gesicht. Es ist ein Saubermann, wie man ihn sich nicht besser vorstellen kann - es steht für vieles, was da gut ist in der Welt, Kinder und Phantasie, Familie und Freizeit.

Die gelben Männchen, ihre weiblichen Pendants, dazu Häuser, Pferde und mittlerweile sogar Hubschrauber und Vulkane füllen seit Jahrzehnten Kinder- und so manches erwachsene Hobbyzimmer. Im Frühjahr schafften sie es sogar auf die Kinoleinwände.

Ebnet Lego Shell den Weg in die Kinderzimmer?

Und auch das dänische Unternehmen hinter der Baukasten-Welt ist stets bedacht, dieses Image, aus Millionen Steinen sogar in etlichen Freizeitparks groß inszeniert, auch auf sich zu übertragen. Zuletzt betonte die Firma etwa, allein im vergangenen Jahr den CO2-Ausstoß durch Verpackungen um zehn Prozent verringert, die Mitarbeiter stärker an Entscheidungen beteiligt und vieles mehr getan zu haben, was ein modernes Unternehmen ausmacht.

Dieses Image vom Saubermännchen und der Sauberfirma beschmutzt nun seit etwa drei Monaten die Umweltgruppe Greenpeace: Die Aktivisten trommeln gegen die Zusammenarbeit von Lego mit dem Mineralöl- und Erdgasunternehmen Shell. Lego, so der Vorwurf, ebne Shell den Weg in Kinderzimmer und -Gehirne - und das schon seit Jahrzehnten.

Bereits in den 60er-Jahren tankte das gelbe Männchen an Mini-Zapfsäulen von Shell und fuhr Lastwagen mit dem rot-gelben Muschel-Logo. Insgesamt kamen über die Jahre mehr als 50 Bausätze mit Shell-Emblem in die Regale. Seit 1992 befüllt der gelbe Durchschnitts-Mann sein Auto zwar bei der fiktiven Firma Octan. Doch nach wie vor können entnervte Eltern auf langen Fahrten an Shell-Tankstellen in 26 Ländern Lego-Spielzeug kaufen.