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Lufthansa-Tochter:Flugbegleiter streiken am Donnerstag bei Eurowings und Germanwings

A man walks to board an Airbus A330 belonging to Lufthansa's low-cost brand Eurowings ahead of Eurowings' first long-haul flight to Havana, Cuba, at Cologne-Bonn airport

Bei der Lufthansa-Tochter könnten am Donnerstag etliche Flüge ausfallen. Denn die Flugbegleiter wollen die Arbeit niederlegen.

(Foto: REUTERS)
  • Die Flugbegleiter der Lufthansa-Tochter Eurowings werden am Donnerstag ganztägig streiken.
  • Die Gewerkschaft Ufo weitet den Streik zudem auf die Schwestergesellschaft Germanwings aus. Auch dort sind nun Tarifverhandlungen gescheitert.
  • Der Konflikt zwischen Ufo und Eurowings läuft bereits seit drei Jahren. Im Kern geht es um die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung der Flugbegleiter.

Die Lufthansa-Billigtochter Eurowings wird am Donnerstag ganztägig bestreikt. Die Kabinengewerkschaft Ufo hat die Flugbegleiter von Eurowings dazu aufgerufen, ihre Arbeit für 24 Stunden niederzulegen. Die Tarifverhandlungen seien "an einen Punkt gekommen, an dem es zu einem Streik keine Alternative gibt", so Ufo-Tarifvorstand Nicoley Baublies.

Zudem weitet die Gewerkschaft ihren Streik auf die größere Schwestergesellschaft Germanwings aus. Während bei Eurowings nur die Standorte Düsseldorf und Hamburg betroffen, werden bei Germanwings auch Köln, Dortmund, Hannover, Stuttgart und Berlin bestreikt. Damit ist nahezu das gesamte Europanetz der Lufthansa-Billigplattform von Ausfällen und Verspätungen bedroht.

Die Gewerkschaft hatte bereits mit Streiks ab Anfang dieser Woche gedroht, dann aber am Wochenende wegen eines neuen Tarifangebots von Eurowings Verhandlungen zugestimmt. Nach Aussagen von Ufo sei der Vorschlag jedoch "in keiner Weise einigungsfähig" gewesen. Zu einem Gegenvorschlag der Gewerkschaft habe Eurowings am Mittwochmorgen mitgeteilt, dass dieser nun geprüft werde. "Wir müssen davon ausgehen, dass es sich dabei um eine bloße Verzögerungstaktik handelt", teilte die Gewerkschaft mit. Daher komme sie "nicht umhin", zu Arbeitskämpfen aufzurufen.

Der Konflikt zwischen Ufo und Eurowings läuft bereits seit drei Jahren und dreht sich um die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung der Flugbegleiter. Ufo wirft dem Management der Fluggesellschaft vor, sich nicht an vorherige Zusagen aus der Schlichtung bei der Konzernmutter Lufthansa gehalten zu haben.

Zudem ärgert die Gewerkschafter, dass die geplante große Expansion von Eurowings nur noch über ausländische Billigtöchter stattfinden soll. Offiziell gescheitert sind die Tarifverhandlungen seit Ende September. Unübersichtlicher wird die Situation dadurch, dass neben Ufo auch die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bei den rund 400 Flugbegleitern von Eurowings Deutschland vertreten ist. Die Airline steuert mit 23 Flugzeugen von Düsseldorf und Hamburg Ziele in Europa an. Daneben fliegen auch Germanwings und eine Langstrecken-Fluggesellschaft unter der Marke Eurowings. Insgesamt hat Eurowings 90 Flugzeuge in Betrieb.

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