bedeckt München 24°

Glücksspiel:Wie in der Steueroase Liechtenstein ein Zockerparadies entsteht

Pressebild: Grand Casino Liechtenstein

Seit 2017 eröffnet in Liechtenstein ein Spielcasino nach dem anderen; inzwischen sind es fünf (im Bild: der Pokerroom im Grand Casino).

(Foto: oh)

Im Fürstentum eröffnet ein Spielcasino nach dem anderen, schon jetzt ist die Dichte an Automaten, Roulette- und Pokertischen größer als in Las Vegas oder Monte Carlo.

Von Uwe Ritzer

Bis in das frühe 20. Jahrhundert war Liechtenstein ein vergessener Hinterhof in Europa. Bettelarm, politisch und wirtschaftlich abgehängt, rückständig und derart verschuldet, dass zeitweise zwei Drittel des privaten Bodens an Ausländer verpfändet waren. Immer wieder sprachen ausländische Emissäre vor, die dem alpinen Zwergstaat ein Ende der Not und stattdessen Wohlstand und Reichtum versprachen. Vorausgesetzt, die Liechtensteiner erlauben ihnen, in ihrem Land eine Spielbank zu betreiben. Doch mal lehnte der Landesfürst ab, mal das Parlament, mal beide. Im lange Zeit erzkatholischen Liechtenstein galt die Zockerei als unmoralisches und zwielichtiges Teufelswerk. Bis 2009 blieb Glücksspiel verboten.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
PIcknick ABC Rezept
SZ-Magazin
Auf die Decke, fertig, los
Finanzskandal
Der Mann, der Wirecard stürzte
Mohammad Aisha
Schifffahrt
Der letzte Mann an Bord
Freundinnen
Corona und Freundschaft
Es waren einmal zwei Freundinnen
Generation Z Essay Teaser
Jugend in der Pandemie
Generation Corona
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB