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Corona-Krise:Wenn Chefs solidarisch sind

Popcorn ohne Abnehmer: In der Krise blieben viele Kinos geschlossen, doch die Minijobber bei Cinestar erhielten trotzdem einen Teil ihres Gehalts.

(Foto: Lynda Sanchez/Unsplash)

Die Pandemie weckt Solidarität - auch bei manchen Unternehmen. Von einem Kurzarbeitergeld, das es eigentlich gar nicht gibt, und einem Manager, der gemeinsam mit seinen Mitarbeitern umdenkt.

Von Felicitas Wilke, München

Alexander Jungbluth hätte am Abend noch Dienst gehabt in dem Berliner Kino der Kette Cinestar, in dem er seit fast sechs Jahren arbeitet. Dann gab der Senat an einem Samstag Mitte März bekannt, dass die Kinos wegen der Pandemie bis auf Weiteres schließen müssen. "Meine Kollegen und ich waren erst mal damit beschäftigt, das übrig gebliebene Popcorn aufzuessen", erinnert sich der 26-jährige Student. Dann kamen die Sorgen um seinen Job. Doch schon kurz nachdem die Kinos schließen mussten, stand fest: Obwohl ihm als Minijobber kein Kurzarbeitergeld zusteht, bezahlte sein Arbeitgeber ihm und seinen Kollegen drei Viertel der Bezüge, die sie in den vier Monaten vor dem Lockdown im Schnitt erarbeitet hatten."Ohne diese Regelung hätte ich mir direkt einen neuen Job suchen müssen", sagt Jungbluth.

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