Kampf gegen die Krise Es gilt, die vorhandenen Instrumente auszubauen

Zu viele, die potentiell Arbeitsplätze schaffen könnten, insbesondere unter den kleinen und mittleren Unternehmen, haben zur Zeit Finanzierungsprobleme. Es gibt bereits eine ganze Reihe von Instrumenten um ihnen zu helfen: Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt für zinsbegünstigte Kredite bis 2015 insgesamt 60 Milliarden Euro bereit, einen Teil davon in einem besonderen Programm für mittelständische Unternehmen. Im Februar hat der Europäische Rat beschlossen, sechs Milliarden Euro für die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit bereitzustellen. Und die europäischen Strukturfonds sollen besonders zur Schaffung von Arbeitsplätzen in den Ländern mit der höchsten Arbeitslosigkeit genutzt werden.

Über weitere Instrumente wird nachgedacht, so über eine Kreditlinie um die Schaffung von Arbeitsplätzen in kleinen Unternehmen anzukurbeln, die von der EIB eingerichtet werden könnte. Jetzt gilt es, diese Mittel zügig, effizient, gezielt, koordiniert und unbürokratisch einzusetzen.

Es ist auch nötig, mehr jungen Menschen eine duale berufliche Ausbildung zu ermöglichen und die Mobilität in Europa zu fördern. Es ist kein Zufall, dass die europäischen Länder mit den niedrigsten Jugendarbeitslosenquoten auch die Länder sind, in denen die duale Ausbildung, die die in den Betrieben tatsächlich benötigten Fähigkeiten vermittelt, am stärksten verbreitet ist und das höchste Ansehen genießt. Deswegen soll die duale Ausbildung weiterentwickelt und Ausbildungsbetrieben Anreize geboten werden. Zur Förderung der Mobilität von Auszubildenden sollte es eine Art Erasmus-Programm für die berufliche Bildung ("Erasmus für alle") geben.

Der soziale Dialog ist ein Garant für Effizienz

Die Eingliederung der Jugend in das Erwerbsleben kann - je nach Branche und Tätigkeitsbereich - auf unterschiedlichen Wegen erfolgen. Die Mobilität in der Europäischen Union ist auch eine Chance, die es zu ergreifen gilt. Die Strukturen dafür sind bereits vorhanden, nämlich das Austauschprogramm Erasmus und das Eures-Netzwerk, das Arbeitgeber und Arbeitssuchende in ganz Europa miteinander in Kontakt bringt. Diese Instrumente gilt es auszubauen. Ferner muss zügig die vom Europäischen Rat beschlossene Initiative "Chancen für junge Menschen" umgesetzt werden, damit alle jungen Menschen unter 25 spätestens vier Monate nach dem Ausscheiden aus dem Schulsystem oder dem Verlust des Arbeitsplatzes eine Beschäftigung, eine Zusatzqualifikation, berufliche Ausbildung oder ein Praktikum angeboten bekommen. Bei diesem Projekt sind insbesondere die in den Mitgliedstaaten zuständigen Stellen für Arbeitsvermittlung gefordert.

Diese Lösungsansätze möchten wir mit den Sozialpartnern, Arbeitgebern und Gewerkschaften, erörtern und vertiefen, denn der soziale Dialog bildet den Kern unserer Überzeugungen. Er ist außerdem ein Garant für Effizienz.

Unsere Aufgabe ist es, den Weg der Reformen fortzusetzen, Anreize zu schaffen und die notwendigen Instrumente bereitzustellen. Für alles Weitere setzen wir unser Vertrauen in die Unternehmer und die jungen Menschen in Europa, die vor Ideen und Initiativen nur so sprudeln!