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Coronavirus:Internationale Tourismusbörse in Berlin abgesagt

ITB

Die Internationale Tourismusbörse sollte am 4. März beginnen. Gäste aus aller Welt waren zu der Ausstellung erwartet worden.

(Foto: dpa)
  • Die Internationale Tourismusbörse findet nicht statt. Das zuständige Gesundheitsamt habe die Auflagen stark erhöht, heißt es seitens der Veranstalter.
  • Die Fitnessmesse Fibo in Köln wird auf die zweite Jahreshälfte verschoben.
  • Auch die Lufthansa plant als Reaktion auf die Virus-Ausbreitung eine deutliche Verringerung ihres Flugangebots.

Wegen des neuartigen Coronavirus haben die Organisatoren der weltgrößten Reisemesse ITB Berlin die Veranstaltung abgesagt. Die Messe sollte vom 4. bis 8. März stattfinden. Nach Angaben der Messegesellschaft hat das zuständige Gesundheitsamt Charlottenburg-Wilmersdorf Auflagen stark erhöht. "Unter anderem ordnet die Behörde an: Jeder Messeteilnehmer muss der Messe Berlin belegen, nicht aus den definierten Risikogebieten zu stammen oder Kontakt zu einer Person aus den Risikogebieten gehabt zu haben", teilte die Messe Berlin mit. "Die Auflagen insgesamt sind von der Messe Berlin nicht umsetzbar."

In den vergangenen Tagen und Wochen hatten sich immer mehr Aussteller abgemeldet, nicht nur aus China. Die Messeleitung hatte aber weiter an der ITB festgehalten, die bereits ausgebucht war. Von den insgesamt 10 000 erwarteten Ausstellern aus aller Welt wären 22 aus China gekommen, 25 weitere aus Hongkong und Taiwan. Die Organisatoren rechneten ursprünglich mit etwa 160 000 Besuchern.

Unterdessen wird wegen des Coronavirus die weltgrößte Fitnessmesse Fibo auf die zweite Jahreshälfte verschoben. Sie sollte eigentlich im April in Köln stattfinden. Ein neuer Termin steht noch nicht fest. Zur Fibo kommen nach eigenen Angaben jährlich mehr als 1000 Aussteller und etwa 145 000 Besucher aus 135 Ländern.

Lufthansa will Kurz- und Mittelstrecken-Angebot um ein Viertel reduzieren

Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus plant die Lufthansa eine deutliche Verringerung ihres Flugangebots. Das Angebot von Kurz- und Mittelstreckenflügen könne in den kommenden Wochen um bis zu ein Viertel reduziert werden. Auch bei den Langstreckenverbindungen wollen die Airlines der Lufthansa Group ihr Programm weiter verringern.

Wie sich dies auf die Geschäftszahlen auswirke, sei derzeit nicht abschätzbar, teilte der Konzern am Freitag mit. Lufthansa habe weitere Maßnahmen beschlossen, um den wirtschaftlichen Folgen zu begegnen, teilte die Fluggesellschaft mit.

Die Zahl der rechnerisch nicht eingesetzten Langstreckenjets der Lufthansa Group wird von 13 auf bis zu 23 Flugzeuge ansteigen. Der Konzern prüft darüber hinaus die Möglichkeit von Kurzarbeit in verschiedenen Bereichen.

© SZ.de/dpa/thba/saul/aner
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