bedeckt München 31°

Insolvenzantrag:Modehändler Mexx ist pleite

Die Nachfrage nach Mode von Mexx lief zuletzt schleppend, deswegen meldete nach der niederländischen Mutter nun auch die deutsche Tochter des Modehändlers Insolvenz an.

(Foto: imago stock&people)
  • Der Modehändler Mexx hat am Dienstag in Düsseldorf Insolvenzantrag gestellt. Die Geschäfte waren zuletzt schlecht gelaufen, die Umsätze gefallen.
  • Bereits Anfang Dezember war die niederländische Konzernmutter, die im Besitz eines US-Finanzinvestors ist, insolvent gegangen.
  • In Deutschland beschäftigt Mexx etwa 500 Menschen in insgesamt 35 Geschäften. Der Betrieb dort soll zunächst weitergehen.

35 Läden mit 500 Beschäftigten

Nach dem niederländischen Mutterkonzern haben jetzt auch die deutschen Töchter des Modehändlers Mexx Insolvenz angemeldet. Beim Amtsgericht Düsseldorf sei ein entsprechender Antrag eingereicht worden, teilte der zum Insolvenzverwalter bestellte Rechtsanwalt Georg Kreplin am Dienstag in Düsseldorf mit (hier als PDF).

In Deutschland betreibt Mexx 35 Shops und beschäftigt 500 Menschen. Seinen deutschen Sitz hat das Unternehmen in Korschenbroich bei Mönchengladbach. Hintergrund der Zahlungsunfähigkeit seien weiterhin rückläufige Umsätze, die im vergangenen Jahr bei etwa 40 Millionen Euro gelegen hatten, sagte Kreplin.

Ware kommt von der Konzernmutter

Der Geschäftsbetrieb werde uneingeschränkt fortgeführt, die Löhne seien zunächst über das Insolvenzgeld abgesichert, hieß es. Die Zukunft des Unternehmens, dessen Eigentümer der Finanzinvestor The Gores Group ist, sei wegen der Insolvenz des Mutterkonzerns unsicher. "Der Warenbezug in Deutschland erfolgt ausschließlich über die Zentrale in den Niederlanden, weshalb das weitere Schicksal der deutschen Shops entscheidend von dem Ausgang der Gespräche mit dem niederländischen Insolvenzverwalter und dessen Suche nach einem Übernehmer der gesamten Mexx-Kette abhängt", so Kreplin. Trotz der schwierigen Ausgangslage werde aber an strategischen Lösungen gearbeitet, um den Mitarbeitern der Shops eine Perspektive aufzuzeigen, sagte der Insolvenzverwalter.

© Süddeutsche.de/dpa/sry/jana

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite