Illegaler Steinkohle-Tagebau in Indien Kochende Erdplatte

"Das Ruhrgebiet von Indien": Die Stadt Jharia ist wegen ihres Kohlereichtums bekannt. Doch schon bald könnten die Lichter in der indischen Stadt ausgehen: Unter der Erde lodern unzählige Kohlefeuer - sie gefährden die Sicherheit der Menschen in der Region.

Der indische Steinkohle-Tagebau rund um die Stadt Jharia wird die "Ruhr von Indien" genannt. Doch abgesehen von der Bergbau-Industrie gibt es nur wenige Parallelen zum Ruhrgebiet. Während das einstige industrielle Herz Deutschlands mitten im Strukturwandel steckt, könnten in Jharia schon bald die Lichter ausgehen: Unter der Erde lodern unzählige Kohlefeuer - sie gefährden die Sicherheit der Menschen in der Region. Bilder des Getty-Fotografen Daniel Berehulak.

Ein schwarzer Wall aus Steinkohle - das ist das Kapital der indischen Industriestadt Jharia im Bundesstaat Jharkhand im Nordosten des Landes. Vielen Bewohnern des Dorfes Jina Gora - nicht weit von Jharia - bietet sie die einzige, allerdings illegale Erwerbsmöglichkeit: Viele Menschen kommen hierhin, um mit bloßen Händen die herumliegenden Kohlebrocken zusammenzuklauben. In ganz Indien ist die Stadt Jharia für ihren Kohlereichtum bekannt - die dort gewonnene Kohle wird zu Koks verarbeitet.    

Bild: Daniel Berehulak / Getty Images 15. Februar 2012, 12:152012-02-15 12:15:03 © Süddeutsche.de/dho/ueb