Finanzen - Zeithain:Geld aus Vermögen der Ex-DDR-Parteien für Gedenkstätte

Bau
Blick auf die Gedenkstätte Zeithain. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Zeithain (dpa/sn) - Für die Errichtung eines Geschichts- und Naturlehrpfades erhält die Gedenkstätte Zeithain 500.000 Euro. Die Gedenkstätte erinnert an eines der größten Kriegsgefangenenlager der Wehrmacht, sie sei ein beeindruckender und gut gepflegt Ort, sagte der kulturpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Frank Richter am Donnerstag. Das Geld stammt aus Fördermitteln, die die ostdeutschen Länder und Berlin erhalten und die aus dem Vermögen der Parteien und Massenorganisationen der ehemaligen DDR stammen.

Die Wehrmacht hatte das Kriegsgefangenenlager Zeithain in Vorbereitung des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion 1941 errichtet. Zunächst diente es als "Russenlager", doch im Laufe des Krieges kamen auch Gefangene anderer Nationalitäten dorthin. Eine ausreichende Versorgung gab es nicht. Nach Angaben der Stiftung Sächsische Gedenkstätten starben dort zwischen 25.000 und 30.000 sowjetische sowie mehr als 900 Gefangene aus anderen Ländern - darunter rund 870 Italiener - an Unterernährung und daraus resultierenden Krankheiten. Am 23. Mai 1945 hatte die Rote Armee das Lager befreit.

© dpa-infocom, dpa:220203-99-963297/2

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