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Finanzen - Bremen:Bremens "Schuldenuhr" steigt um 37 000 Euro täglich

Bremen (dpa/lni) - Bremen wird bei der Pro-Kopf-Verschuldung nach Angaben des Bundes der Steuerzahler am Jahresende den Negativ-Rekord unter allen Bundesländern halten. Bei der nächsten Silvesterfeier werde jeder Bremer Bürger symbolisch mit 30 741 Euro in der Kreide stehen. "Das ist die mit weitem Abstand höchste Summe der 16 Bundesländer", sagte der Bremer Vorstand des Bundes der Steuerzahler, Carl Kau, am Dienstag anlässlich der Modernisierung der öffentlich angebrachten Bremer Schuldenuhr. Sie zeigt den Schuldenstand in Digitalziffern an.

Bremen (dpa/lni) - Bremen wird bei der Pro-Kopf-Verschuldung nach Angaben des Bundes der Steuerzahler am Jahresende den Negativ-Rekord unter allen Bundesländern halten. Bei der nächsten Silvesterfeier werde jeder Bremer Bürger symbolisch mit 30 741 Euro in der Kreide stehen. "Das ist die mit weitem Abstand höchste Summe der 16 Bundesländer", sagte der Bremer Vorstand des Bundes der Steuerzahler, Carl Kau, am Dienstag anlässlich der Modernisierung der öffentlich angebrachten Bremer Schuldenuhr. Sie zeigt den Schuldenstand in Digitalziffern an.

Auch wenn die Schuldenuhr nicht mehr ganz so schnell "ticke", wachse der gemeinsame Schuldenberg des Landes sowie der Städte Bremen und Bremerhaven dieses Jahr sekündlich um 43 Cent. Das summiere sich innerhalb eines Tages auf mehr als 37 000 Euro. Aufs Gesamtjahr gerechnet werden die Schulden des Zwei-Städte-Staats demnach um 13,6 Millionen Euro auf dann insgesamt 20,936 Milliarden Euro anwachsen. Das Haushaltsnotlageland Bremen zahlt jährlich allein an Zinsen etwa 600 Millionen Euro. Ab 2020 will das kleinste deutsche Bundesland mindestens 80 Millionen Euro im Jahr tilgen.

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