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Facebook:Geheimnisse sicherer teilen

Die Webseite Facebook reagiert auf die Proteste der Nutzer und schützt die Privatsphäre besser. Doch was steckt hinter der Kontroverse? Antworten

Thorsten Riedl

Mit fast 500 Millionen Nutzern hat sich Facebook in nur sechs Jahren zu einem der beliebtesten Treffpunkte im Internet entwickelt. Hier hält man Freunde über das eigene Leben auf dem Laufenden, stellt Bilder ein oder schreibt Nachrichten auf eine Pinnwand.

Facebook CEO Mark Zuckerberg responds to a question during a news conference at Facebook headquarters in Palo Alto

Facebook-Chef Zuckerberg: "Die Einstellungen sind zu komplex geworden und es ist schwierig für die Leute geworden, sie richtig einzustellen"

(Foto: rtr)

Doch all diese persönlichen Daten erfahren auch Anzeigenkunden - wer seine Liebe zu den Rolling Stones erklärt, erhält schnell mal eine Anzeige für die neue CD auf seine Seite. Weil ihre Daten so leicht einsehbar sind, sehen viele Nutzer ihre Privatsphäre verletzt. Deshalb ändert die Webseite nun ihre Politik. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Warum sammelt Facebook so viele persönliche Daten?

Die Internetseite wurde 2004 als Treff für College-Studenten in den USA gegründet. Aus dem Campusportal wurde ein Unternehmen mit mehr als 1400 Mitarbeitern - und dem Streben nach Gewinn. Je mehr Daten Facebook sammelt, umso genauer können Anzeigenkunden des Internetkonzerns Annoncen adressieren. Weniger Streuverlust bedeutet, dass sie höhere Preise für die Werbung zahlen. Gleichzeitig wird die Seite für Freunde und deren Freunde umso interessanter, je mehr Nutzer persönliche Informationen auf Facebook publizieren. Eine Wachstumsspirale.

Und wieso ändert die Webseite jetzt die Datenschutzeinstellungen?

"Die Einstellungen sind zu komplex geworden und es ist schwierig für die Leute geworden, sie richtig einzustellen", erklärt Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. So gab es bislang sechs Unterpunkte bei den Privatsphäre-Einstellungen: Persönliche Informationen und Beiträge, Kontaktinformationen, Freunde, Markierungen und Verbindungen, Suche, Anwendungen und Webseiten sowie Blockierliste.

Die meisten dieser Unterpunkte enthielten noch einmal mehr als ein Dutzend Einstellmöglichkeiten. Viele haben da nicht mehr durchgeblickt. Hinzu kam, dass standardmäßig nicht die Privatsphäre geschützt wurde, sondern die Einstellungen den Anzeigenkunden dienten. Dagegen begehrten die Nutzer auf.

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