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Tinder-Chef im Interview:"Ein Passbild wird nicht für Aufregung sorgen"

MontagsIV am 30.9.19
Elie Seidman

"Dating-Apps haben all die klassischen Varianten abgehängt", sagt Tinder-Chef Elie Seidman. Seine Ehefrau hat er aber ganz klassisch kennengelernt - über einen gemeinsamen Freund.

(Foto: Evan Agostini/Invision/AP)

Elie Seidman, Geschäftsführer der Dating-App Tinder, über das richtige Foto für den ersten Eindruck und warum die Konkurrenz ihm egal ist.

Von Jürgen Schmieder

Nach ein paar Minuten unterbricht Elie Seidman das Gespräch, das Telefon klingelt. "Das ist meine Frau", sagt der Geschäftsführer des Kennenlern-Portals Tinder in seinem Büro am Sunset Boulevard in West Hollywood. Er blickt auf den Bildschirm seines Telefons, dann legt er es weg. Seidman kann hinüber sehen zu jenen legendären Kneipen, die im vergangenen Jahrtausend nicht nur Brutstätten für so ziemlich jede amerikanische Rockband gewesen sind, sondern eben auch Orte der Begegnung, und, ja, auch der oftmals hemmungslosen Hingabe. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass Tinder seinen Firmensitz ausgerechnet hier hat - Dating-Apps haben Bars und Arbeitsplatz als wichtigsten Kennenlern-Ort abgehängt, auch in Deutschland. Tinder ist die derzeit erfolgreichste dieser Apps.

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