US-Börse Dow Jones überschreitet erstmals 20.000-Punkte-Marke

Lange haben die Händler in New York auf diesen Moment gewartet: Der Dow überspringt erstmals die 20.000-Punkte-Marke

(Foto: AFP)

Seit dem Wahlsieg von Donald Trump steigen US-Aktien besonders stark. Nun erreicht der Dow einen Rekordwert. Sein Berechnungsmodell ist allerdings umstritten.

Der amerikanische Aktienindex Dow Jones hat zum ersten Mal in seiner Geschichte die Marke von 20 000 Punkten überschritten. Seit dem Wahlsieg von Donald Trump steigen US-Aktien besonders stark. Anleger erwarten, dass Trumps Politik gut für viele Konzerne ist.

Börsenindizes fassen die Aktienkurse von mehreren Konzernen zusammen. Sie sind damit ein Indikator, wie es den wichtigsten Firmen eines Landes geht. Der Dow Jones Industrial Average ist sehr bekannt und somit einflussreich, er ist einer der ältesten Aktienindizes der Welt. Er wurde 1896 von Charles Dow gegründet.

Allerdings bevorzugen viele Finanzexperten mittlerweile beispielsweise den S&P 500, wenn sie wissen wollen, wie es US-Firmen geht. Denn der Dow Jones benutzt immer noch ein veraltetes Berechnungsmodell aus dem 19. Jahrhundert. Um den Dow zu kalkulieren, werden lediglich die Aktienpreise für 30 große Konzerne addiert und dann durch den sogenannten Dow-Divisor geteilt. So kommt man auf die 20 000 Punkte. Nicht berücksichtigt wird, ob ein Unternehmen viele oder wenige Aktien im Umlauf hat. Das verzerrt die Marktbedeutung einer Firma.

Apple beispielsweise ist zwar nach Börsenbewertung die wertvollste Firma der Welt. Der iPhone-Konzern wurde jedoch erst 2015 in den Dow aufgenommen. Der Trump-Boom zeigt sich aber auch beim S&P 500. Der Index hat ebenfalls im Dezember ein neues Rekordhoch erreicht.

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