bedeckt München

Corona in Pflegeeinrichtungen:Ein wahrer Albtraum

Coronavirus - Tübingen

Die kleinste Nachlässigkeit kann tödlich sein. Zwei Altenpflegerinnen in Schutzausrüstung im Gang eines Pflegeheims.

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

In Alten- und Pflegeheimen sind 12 000 Bewohner an oder mit Covid-19 gestorben - die meisten im Zuge der zweiten Welle. Wie konnte es so weit kommen?

Von Petra Blum

"Stecken Sie sich das Stäbchen selbst in den Hals, bis der Brechreiz kommt!" Die Anweisung der Pflegedienstleiterin an die neuen Pflegehelfer ist knapp und unmissverständlich. Die Frage, ob der Abstrich nicht besser von medizinisch geschultem Personal gemacht werden sollte, stellt man besser nicht an diesem Morgen. Es ist kalt im Testraum des Seniorenheims, draußen hat leichter Nieselregen eingesetzt. Der alles entscheidende Teststab ist nicht viel größer als ein Wattestäbchen. Ob das denn bisher funktioniert hat mit den Schnelltests? "Ja", sagt die Leiterin, "man sieht eigentlich schon nach ein paar Minuten, was Sache ist." Dann träufelt sie eine eigenartige, gelartige Masse auf den Abstrich.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Gastronomie
Corona-Auflagen
Mit 35 fängt das Leben an
Schifferdecker NSU Podcast
NSU und rechter Terror
Deutsche Abgründe
Medizin
Die Vulva, ein blinder Fleck
Tokyo
Corona-Pandemie
Was wir von Asien lernen können
Buchladen SHE SAID
NS-Zeit und Migranten
Das Erbe
Zur SZ-Startseite