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Chrysler nach der Fiat-Übernahme:Ganz die Mama

Zurück in die USA: Nach der Übernahme von Chrysler durch Fiat wird die Modellpalette des US-Herstellers völlig neu sortiert. Viele Modelle werden durch Fahrzeuge auf Fiat-Basis ersetzt.

Anfang der neunziger Jahre hatte sich Fiat weitgehend aus den USA zurückgezogen - jetzt kommen die Italiener mit Macht zurück. Nach dem Einstieg bei Chrysler würden zahlreiche US-Modelle aus dem Programm genommen, schrieb das Wall Street Journal Europe mit Verweis auf einen Plan, der am 4. November vorgestellt werden soll.

Chysler, dpa

Nach dem Einstieg von Fiat wird die Modellpalette von Chrysler radikal umgebaut.

(Foto: Foto: dpa)

Umgekehrt soll beispielsweise der Stadtwagen Fiat 500 ab 2011 auf dem US-Markt verkauft werden. Auch die Fiat-Marke Alfa Romeo soll 2012 wieder in die USA zurückkehren. Es sei geplant, die Fahrzeuge künftig in den USA zu fertigen.

PT Cruiser muss weichen

Fiat hatte sich Mitte der 90er Jahre vom US-Volumenmarkt zurückgezogen und dort nur noch Sportwagen wie Ferrari und Maserati angeboten. Nun arbeiten die beiden Autokonzerne dem Bericht zufolge an neuen Fahrzeugen für den US-Markt.

Als erstes solle 2012 ein Mittelklassewagen auf Fiat-Basis unter dem Chrysler-Label auf den Markt kommen. Keine Zukunft hätten bei der Marke Dodge der Kompaktwagen Caliber, der Geländewagen Nitro und das Mittelklassemodell Avenger.

Auch der für sein Retro-Design bekannte Chrysler PT Cruiser und die Jeep-Geländewagen Commander, Compass und Patriot würden mittelfristig nicht mehr angeboten.

Bis der Umbau 2012 greife, liege aber eine Durststrecke vor dem staatlich gestützten Autobauer, schreibt das Blatt weiter. Im September war der US-Marktanteil von Chrysler von mehr als elf Prozent im Vorjahr auf gut acht Prozent geschrumpft.

Fiat 500

Wiederkehr des Klassikers