bedeckt München

Börsen - Frankfurt am Main:Deutsche Börse ringt mit Marktberuhigung und Niedrigzins

Börsen
Ein Aktienhändler beobachtet auf dem Parkett der Frankfurter Wertpapierbörse seine Monitore. Foto: Arne Dedert/dpa (Foto: dpa)

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Frankfurt/Main (dpa) - Die Deutsche Börse hat im dritten Quartal wegen der ruhigeren Lage an den Finanzmärkten und der anhaltend niedrigen Zinsen weniger umgesetzt und verdient. Die Nettoerlöse seien in den Monaten Juli bis September um knapp vier Prozent auf 707,5 Millionen Euro gefallen, teilte der Frankfurter Börsenbetreiber am Mittwochabend nach Xetra-Handelsschluss mit.

Das schwächere Ergebnis ist vor allem auf eine Beruhigung an den Finanzmärkten im Sommer und dem damit geringeren Absicherungsbedarf vieler Investoren zurückzuführen. Das belastete das Geschäft der Terminbörse Eurex, der größten Sparte des Konzerns.

Die Erlöse des Handelsplatzes für Terminkontrakte gingen um neun Prozent auf 232 Millionen Euro zurück. Neben dem ruhigeren Handel in den drei Monaten bis Ende September drückten auch die anhaltend niedrigen Zinsen auf das Ergebnis. Diese belasteten vor allem die Erträge und den Gewinn in der Sparte Clearstream, die ihr Geld mit der Abwicklung von Transaktionen und der Aufbewahrung von Wertpapieren verdient.

Das konnte die Deutsche Börse auch nicht durch Zuwächse im Aktienhandel oder mit Dienstleistungen für Investmentfonds ausgleichen. Unter dem Strich ging der Gewinn um neun Prozent auf 227 Millionen Euro zurück. Bereinigt um Sonderposten wie Aufwendungen für den Konzernumbau sei der Überschuss um elf Prozent auf knapp 253 Millionen Euro gefallen.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema