Auszeichnung:Nobelpreis für Ökonomen Card, Angrist und Imbens

Wirtschafts-Nobelpreis 2021

Werden mit dem Wirtschafts-Nobelpreis 2021 ausgezeichnet: David Card, Jousha Angrist and Guido Imbens.

(Foto: Ill. Niklas Elmehed © Nobel Prize Outreach)

Der Nobelpreis für Wirtschaft geht erneut an Wissenschaftler von US-Universitäten. Die Akademie zeichnet ihre Forschung zu Arbeitsökonomie sowie zu Kausalzusammenhängen aus.

Der Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften - im allgemeinen Sprachgebrauch: Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften - geht in diesem Jahr an drei amerikanische Ökonomen. Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften zeichnete zum einen den Kanadier David Card von der University of California in Berkeley aus, für seine empirische Forschung zur Arbeitsökonomie. Der Preis geht zudem an die beiden Amerikaner Joshua D. Angrist (Massachusetts Institute of Technology in Cambridge) und Guido W. Imbens (Stanford University), "für ihre methodischen Beiträge zur Analyse von Kausalzusammenhängen". Wie im Vorjahr sind die Preise mit zehn Millionen schwedischen Kronen (rund 980 000 Euro) pro Kategorie dotiert.

Der seit Ende der 60er Jahre vergebene Wirtschaftsnobelpreis ist der einzige, der nicht auf das Testament von Preisstifter und Dynamit-Erfinder Alfred Nobel (1833-1896) zurückgeht. Er wurde von der Schwedischen Reichsbank gestiftet und gilt somit streng genommen nicht als klassischer Nobelpreis. Dennoch wird er gemeinsam mit den anderen Preisen an Nobels Todestag, dem 10. Dezember, überreicht.

Traditionsgemäß zählen Wissenschaftler aus den USA zu den Favoriten auf die Auszeichnung. Vergangenes Jahr war sie an die US-Ökonomen Paul R. Milgrom und Robert B. Wilson gegangen, die damit für ihre Verbesserungen der Auktionstheorie und Erfindung neuer Auktionsformate geehrt wurden. Unter den Wirtschaftsnobelpreisträgern ist bislang erst ein Deutscher gewesen: Der Bonner Wissenschaftler Reinhard Selten erhielt ihn 1994 gemeinsam mit John Nash und John Harsanyi für ihre wegweisenden Beiträge zur nichtkooperativen Spieltheorie.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version wurde David Card als US-Amerikaner bezeichnet. Er forscht an der University of California in Berkeley, ist aber in Kanada geboren.

© SZ.de/dpa
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