Wohnen:Immobilienkonzern Adler schreibt weiter Verlust

Wohnen: Symbol der Krise bei Adler: Das Hochhaus am Steglitzer Kreisel in Berlin sollte eigentlich längst fertig umgebaut sein, inzwischen aber beschäftigen sich mit dem Gebäude mehr Juristen als Bauarbeiter.

Symbol der Krise bei Adler: Das Hochhaus am Steglitzer Kreisel in Berlin sollte eigentlich längst fertig umgebaut sein, inzwischen aber beschäftigen sich mit dem Gebäude mehr Juristen als Bauarbeiter.

(Foto: Dirk Sattler/imago)

Der taumelnde Großvermieter leidet unter fallenden Preisen am Häusermarkt und rutscht tiefer ins Minus. Zugleich sinken die laufenden Mieteinnahmen, weil Wohnungen verkauft wurden.

Der angeschlagene Immobilien-Investor Adler Group kommt nicht aus den roten Zahlen. Adler habe nach einer Abwertung seines Immobilienbestands in den ersten neun Monaten 2023 einen Verlust von 971 Millionen Euro geschrieben, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Im Vorjahr hatte das Minus noch bei 479 Millionen Euro gelegen. Adler hatte angesichts der Krise am Immobilienmarkt im ersten Halbjahr den Wert seines Portfolios um rund eine Milliarde Euro nach unten korrigieren müssen. Per Ende September verfügte der Konzern mit Hauptsitz in Luxemburg über liquide Mittel in einer Höhe von 432 Millionen Euro.

Als Folge des Verkaufs von Wohnungsbeständen und damit sinkender Mieteinnahmen sowie Zinsbelastungen schrieb Adler zudem einen operativen Verlust von sieben Millionen Euro, wie es weiter hieß. Die Adler Group verfügt nach eigenen Angaben noch über rund 25 000 Wohnungen und will sich im Rahmen ihres Umbaus künftig vor allem auf Immobilien in Berlin konzentrieren. Den Ausblick für 2023 bestätigte der Vorstand und erwartet weiter Nettomieterträge in der Größenordnung von 207 bis 219 Millionen Euro.

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