Einsatz in Afghanistan

Bundeswehrverband will auch nach 2014 Truppen am Hindukusch

Auch nach dem offiziellen Abzug der deutschen Einsatzkräfte aus Afghanistan 2014 sollen Kampftruppen in dem Land bleiben. Die Sicherheitslage könne einen "ängstigen", sagt der Vorsitzende des Bundeswehrverbands Kirsch. Der stellvertretende Chef des deutschen Einsatzkommandos sieht das allerdings anders.

Thomas de Maizière
De Maizière und die Euro-Hawk-Affäre

Von Merkels Liebling zum Problemfall

Verteidigungsminister de Maizière galt lange als verlässliche Größe in der schwarz-gelben Koalition. Manche sahen in ihm gar den nächsten Kanzler. Doch das gescheiterte Drohnenprojekt "Euro Hawk" setzt ihm zu. Eine Chronologie der Ereignisse seit dem Bekanntwerden der Affäre.

German Defence Minister Thomas de Maiziere sits in a German army Bundeswehr CH53 helicopter en route from Kunduz to Mazar-i-Sharif
De Maizière und das Euro-Hawk-Debakel

Macher am Abgrund

Verteidigungsminister de Maizière steckt in seiner bisher größten Krise: Mehr als 300 Millionen Euro sind beim "Euro Hawk" verschwendet worden - doch womöglich wird das Debakel noch deutlich teurer. Die Opposition wirft Thomas de Maizière Vertuschung vor, neue Pannen werden bekannt. Es wird gefährlich für den stillen Macher.

Von Christoph Hickmann, Berlin

Politicker
Abzug aus Afghanistan

Bundeswehrverband fordert Truppenreserve nach 2014

Die Bundeswehr benötigt nach Ansicht des Deutschen Bundeswehrverbandes auch nach dem offiziellen Einsatzende 2014 Kampftruppen in Afghanistan.

Bundeswehr-Rekruten beim Gelöbnis vor dem Reichstag
Soldaten über Standortschließungen

Truppe ist unzufrieden mit Bundeswehrreform

"Die Enttäuschung ist riesig": Neun von zehn befragten Führungskräften der Bundeswehr halten nichts von den Standortschließungen, dem Personalabbau und der Aussetzung der Wehrpflicht. Die Soldaten erwarten Korrekturen.

Politicker
Streitkräfte

Vorsitzender des Bundeswehrverbands kritisiert Militärreform

Der Vorsitzende des Bundeswehrverbands, Ulrich Kirsch, hat sich "tief enttäuscht" über die bisherige Umsetzung der Militärreform geäußert. Insbesondere kritisierte er die fehlenden Mittel für den erforderlichen Personalabbau und das mangelnde Engagement der Bundesregierung.

Politicker
Eingreiftruppe für das Kosovo

Bundeswehrverband sieht Einsatz skeptisch

Aus Angst vor neuer Gewalt anlässlich der Wahlen in Serbien entsendet die Bundeswehr eine schnelle Eingreiftruppe auf den Balkan. Bundeswehrverband und Opposition sehen den Einsatz skeptisch.

Umstrittener Plan des Finanzministers

Schäuble will Steuern von "Bufdis" kassieren

Freiwillig - und deshalb nicht mehr steuerfrei: Finanzminister Schäuble will die Bezüge von Wehrdienstleistenden und Teilnehmern am Bundesfreiwilligendienst so behandeln wie normale Einkommen. Der Bundeswehrverband spricht von einem "verheerenden Signal". Auch Kabinettskollegen kündigen Widerstand an.

Nach Tötung von Isaf-Soldaten in Kabul

Nato zieht alle Mitarbeiter aus afghanischen Ministerien ab

Im Innenministerium in Kabul sind zwei Angehörige der Isaf-Schutztruppe getötet worden. Als Reaktion darauf zieht die Nato sämtliche ihrer Mitarbeiter aus den afghanischen Ministerien ab. Die radikalislamischen Taliban brüsten sich im Internet mit der blutigen Tat, sie sei eine Reaktion auf die Koranverbrennungen durch US-Soldaten. Im ganzen Land dauern die massiven Proteste an.

Politik kompakt

Jeder Fünfte unter 30 kennt Auschwitz nicht

Nur noch wenige Zeitzeugen des Holocaust sind am Leben. Und je weniger sie werden, desto mehr schwindet auch das Bewusstsein in der Bevölkerung für die Verbrechen der Nazis im Dritten Reich. So kann jeder fünfte Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren einer Umfrage zufolge nichts mit dem Begriff Auschwitz anfangen.

Kurzmeldungen im Überblick

Ceremony marking the country's 60th anniversary of independence i
Politik kompakt

Gaddafi-Anhänger dürfen bei Wahl nicht kandidieren

Der libysche Übergangsrat will Unterstützer von Ex-Machthaber Gaddafi von den Wahlen zur Nationalversammlung ausschließen - das sieht ein Gesetzentwurf zum Wahlrecht vor. Auch eine Frauenquote für die verfassungsgebende Versammlng ist geplant.

Kurzmeldungen im Überblick

Verteidigungsminister Thomas de Maiziere besucht Afghanistan
Kampfeinsatz in Afghanistan

Bundeswehrverband zweifelt an Truppenabzug bis 2014

In zwei Jahren soll für die Bundeswehr Schluss sein: Bundesregierung und Nato wollen den Kampfeinsatz in Afghanistan bis 2014 beenden. Der Chef des Bundeswehrverbands, Ulrich Kirsch, hält das für unrealistisch. Die Abzugspläne seien Augenwischerei. Notwendig sei zunächst ein "Schlachtplan für den Frieden".

Bundeswehr in Afghanistan
Truppenreduzierung in Afghanistan

Scheitelpunkt des Strategiewechsels

Die Bundeswehr will bis 2013 fast 1000 Soldaten aus Afghanistan abziehen. SPD und Bundeswehrverband unterstützen diesen Plan, Kritik kommt von den Grünen: sie geißeln die Truppenreduzierung als "Mogelpackung".

Students clash with anti-riot policemen in downtown Santiago, Chi
Politik kompakt

Chilenische Polizei schlägt Studentendemos nieder

Brennende Barrikaden, Wasserwerfer und Tränengas: Demonstranten und Sicherheitskräfte haben sich erneut Straßenschlachten in Chile geliefert. 30 Menschen wurden verletzt, 130 festgenommen - doch Studentenführer rufen bereits zu neuen Protestaktionen auf.

Kurzmeldungen im Überblick

Bundeswehrverband: Immer mehr Soldaten vor dem Burnout
Bundeswehrverband warnt vor Überlastung

Deutschen Soldaten droht der Burnout

Dienst als Dauerprovisorium: Der Bundeswehrverband beklagt, deutsche Soldaten würden durch immer neue Reformen in noch nie dagewesenem Maße belastet. Viele Soldaten hätten das Vertrauen in die politische Führung verloren und würden die Truppe deshalb verlassen.

Berlin schickt angeblich 2000 weitere Soldaten zum Hindukusch
Gesetzentwurf des Bundeskabinetts

Verletzte Soldaten sollen höhere Entschädigung erhalten

Im Auslandseinsatz riskieren Soldaten ihre Gesundheit und ihr Leben. In Zukunft sollen verletzte Bundeswehrangehörige oder Hinterbliebene von getöteten Soldaten besser entschädigt werden. Einen entsprechenden Gesetzentwurf brachte das Bundeskabinett nun auf den Weg.

Trauerfeier fuer in Afghanistan getoetete Soldaten
Trauerfeier in Hannover

Letzte Ehre für gefallene Soldaten

Deutschland nimmt Abschied von den in Afghanistan getöteten Soldaten: Unter den Trauergästen in Hannover war auch Verteidigungsminister de Maizière. Die Bundeswehr dürfe den Terroristen in Afghanistan nicht die Macht überlassen, warnte er.

Bericht: Bundesregierung erwägt doch Libyen-Einsatz
Libyen-Einsatz

Bundeswehrverband warnt vor "militärischem Abenteuer"

Erst die Weigerung, deutsche Soldaten nach Libyen zu schicken, jetzt die Kehrtwende: Die Bundesregierung schließt einen humanitären Einsatz nicht aus, Grüne und SPD signalisieren Zustimmung. Anders sieht das der Bundeswehrverband.

Koalition erwägt Wegfahrsperren für Alkoholsünder
Politik kompakt

Pilotversuch mit Alkolocks?

Testvorrichtungen in Autos für Alkoholsünder sollen den Straßenverkehr sicherer machen. Doch auch in der Politik gibt es Skepsis, wie sie tatsächlich funktionieren sollen.

Kurzmeldungen im Überblick

Anti-Guttenberg Demonstration
Plagiatsaffäre

"Ein Sargnagel für das Vertrauen in unsere Demokratie"

Guttenberg unter Beschuss: Bundestagspräsident Lammert legt mit seiner Kritik nach, ein Politologe stellt den Amtsverbleib des CSU-Politikers in Frage - und der Bundeswehrverband bangt um die Wehrreform.

Bundestag - Guttenberg
Guttenberg verliert Doktortitel - Reaktionen

"Die Universität Bayreuth kneift"

Karl-Theodor zu Guttenbergs Doktorgrad ist weg, den Vorwurf der Täuschung aber hat die Universität Bayreuth offengelassen. Massive Kritik am Vorgehen der Hochschule kommt nun aus der SPD. Eine ganz andere Interpretation liefert Kanzlerin Angela Merkel.

Bundeswehr
Bundeswehr-Reform

Werben nach der Wehrpflicht

Die Bundeswehr könnte künftig auch für in Deutschland lebende Ausländer geöffnet werden. Dieses Vorhaben wird derzeit geprüft. Verkommen die Streitkräfte zur Söldnertruppe?

Von Joachim Käppner

Tagung zur Verteidigungspolitik
Guttenberg und der "Gorch Fock"-Skandal

"Das ist kein Führungsstil"

Er hat den Kommandanten geschasst und stellt die Zukunft des Segelschulschiffs in Frage. Von der Opposition kassiert der Verteidigungsminister für seinen Umgang mit der Causa "Gorch Fock" harsche Kritik: Guttenberg solle persönlich für den Skandal einstehen.

Einwurf eines Briefes als Feldpost in Kabul
Bundeswehr in Afghanistan

Feldpost systematisch geöffnet

Briefe deutscher Soldaten in Afghanistan sind in großer Zahl geöffnet in der Heimat angekommen, manchmal waren die Kuverts sogar leer - der Bundeswehrverband spricht von Straftaten.

Kabinett - Guttenberg und Westerwelle
Kabinett beschließt neues Afghanistan-Mandat

Abzug unter Vorbehalt

Das Bundeskabinett hat das neue Afghanistan-Mandat beschlossen - inklusive eines angestrebten Abzugstermins. Schon hagelt es Kritik: Der Bundeswehrverband spricht von Wahltaktik. Streit gibt es auch in der SPD.