Wohnen - Berlin:Geisel: Preisentwicklung beobachten vor neuer Bauordnung

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Wohnen - Berlin: Andreas Geisel (SPD), Berliner Bausenator, gestikuliert. Foto: Wolfgang Kumm/dpa
Andreas Geisel (SPD), Berliner Bausenator, gestikuliert. Foto: Wolfgang Kumm/dpa (Foto: dpa)

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Berlin (dpa/bb) - Die neue Bauordnung für Berlin wird sich voraussichtlich weiter verzögern. Bausenator Andreas Geisel (SPD) verwies im Interview mit der "Berliner Morgenpost" (Montag) auf die unsichere Lage derzeit. "Wir müssen uns klarmachen, dass sich die aktuelle Situation eklatant von der im Jahr 2021 unterscheidet", sagte Geisel der Zeitung. Schon damals seien die Baupreise sehr hoch gewesen. Aktuell sei die weitere Entwicklung nicht vorhersehbar. "Wir müssen uns also fragen, ob es sinnvoll und vernünftig ist, eine Bauordnung zu verabschieden, die diese Situation möglicherweise noch verschärft und das Bauen völlig unmöglich macht."

In der neuen Bauordnung geht es beispielsweise darum, mehr Barrierefreiheit in Gebäuden und mehr Grün bei Neubauten zu erreichen. Ursprünglich sollte sie bereits in der vergangenen Legislaturperiode beschlossen werden. Im vergangenen März hatte der Berliner Senat grünes Licht für Geisels Entwurf gegeben, danach sollte der Rat der Bürgermeister Stellung beziehen. Er sei dort gerade behandelt worden, sagte Geisel dem Blatt. Dort sei unter anderen erklärt worden, es gebe nicht genug Personal, "um die vielen verschiedenen anderen Vorschriften zu kontrollieren, die neu dazukommen sollen".

Die Bau- und Immobilienbranche hatte bereits im Frühjahr Befürchtungen geäußert, die geplanten Änderungen könnten das Bauen in der Hauptstadt weiter verteuern. "Von der Bauwirtschaft, den Architektinnen und Architekten kam zudem der Vorwurf, dass sich die Zahl der Vorschriften im Bauwesen in den vergangenen 20 Jahren um mehrere Tausend erhöht hat", sagte Geisel der Zeitung. Er würde gerne die Entwicklung beobachten: "Wenn es nach mir geht, schauen wir die nächsten vier, fünf oder sechs Monate, wohin die Reise geht, bei den Zinsen, den Baukosten und ob wir überhaupt noch Häuser mit Gasleitungen anschließen können."

© dpa-infocom, dpa:220725-99-148483/2

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