Sterneküche und Corona:"Wir Deutschen sind für dieses Genießen nicht talentiert"

Lesezeit: 7 min

Julia Komp

Mehr sehen, mehr lernen, mehr schmecken: Die Köchin Julia Komp hat sich eine Auszeit genommen - und eine kulinarische Weltreise gemacht.

(Foto: Marvin Evkuran)

Die Spitzenköchin Julia Komp war 14 Monate lang auf Weltreise und lernte: Das Thema Essen wird in vielen Ländern emotionaler und genussvoller angegangen als in Deutschland. Ein Gespräch über Esskultur.

Von Anne Goebel

Macht ein Spitzenkoch Urlaub? Einfach mal nichts tun, das passt nicht zum Bild des rastlosen Genies am Herd. Und doch wurden vor der Pandemie Auszeiten unter Sterneköchen immer beliebter. Der Schweizer Andreas Caminada war samt Familie ein paar Monate auf Reisen, René Redzepi zog mit seinem Noma-Team von Kopenhagen aus für Pop-ups nach Japan, Mexiko und Sydney. Heston Blumenthal ging nach Australien. Natürlich geht es bei diesen Pausen nicht um schnöde Erholung, sondern um Inspiration, neue Ideen, Arbeit. Auch Julia Komp, Deutschlands jüngste Sterneköchin, war 14 Monate auf Weltreise: als Gast am Herd von Restaurants zwischen Nordafrika, Tokio und Kuala Lumpur. Inzwischen ist sie zurück in Köln.

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