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Geschmackssache:Ofengemüse - viele Farben auf einem Teller

Ideal für die kalte Jahreszeit: Ofengemüse.

(Foto: Jonathan Lovekin/Dorling Kindersley)

Zutaten schnippeln, würzen, aufs Backblech legen, fertig. Dieses Gericht gefällt denjenigen, die nicht ewig in der Küche stehen wollen. Aber es ist auch etwas für Ästheten.

Süß, weich, warm - dieser Dreiklang lässt beim Essen eher auf eine Nachspeise schließen. Dabei umreißen die drei Worte auch die Magie von Ofengemüse, das vor allem in der kalten Jahreszeit viele glücklich macht.

Die Faulen sind froh, dass sie nicht ewig in der Küche stehen müssen, um etwas Anständiges zu kochen. Zutaten schnippeln, würzen, aufs Backblech damit, fertig. Und Menschen mit notorisch schlechtem Gewissen haben damit endlich eine Möglichkeit, alles Gemüse zu verarbeiten, das sie gekauft haben, weil sie eben der Meinung waren, mal wieder etwas Gesundes essen zu müssen. Ästheten wiederum schätzen die farbliche Vielfalt, die man mit nur einem Gericht hinbekommt: weiße Pastinake, violette Karotte, rote Zwiebel, orangefarbene Süßkartoffel.

Dafür das Gemüse (die Auswahl ist beliebig erweiterbar) in etwa gleich große Stücke teilen, ein paar Thymian- und Rosmarinzweige dazu, mit Olivenöl, etwas Knoblauch, Salz und Pfeffer mischen, dann bei 190 Grad etwa 40 bis 50 Minuten im Backofen garen (die Pastinaken brauchen meist länger, man kann sie gern etwa 15 Minuten vorher ins Rohr geben).

Der wunderbare Koch Yotam Ottolenghi mischt sein Ofengemüse aus seinem Buch "Genussvoll vegetarisch" mit einer Kapernvinaigrette. Das Aufeinandertreffen von ofensüßem Gemüse und sauren Kapern ist Liebe auf den ersten Blick!

Dafür 2 EL Zitronensaft mit 4 EL kleinen Kapern, ½ TL Ahornsirup, ½ TL Dijonsenf, 2 EL Olivenöl und ½ TL Salz vermengen. Wenn das Röstgemüse fertig ist, kommt die Vinaigrette gleich darüber. So wird es fast sommerlich. Wer mag, streut noch geröstete Sesamsamen darüber. Das Ofengemüse kommt gut ohne Begleitung aus. Aber ohne Ofengemüse durch den Winter - das ist wirklich kaum zu schaffen.

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