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Pressestimmen zu den US Open:"Dominic Thiem, der Meister des Leidens"

2020 US Open - Day 14

US-Open-Sieger Dominic Thiem.

(Foto: AFP)

Die Schweizer Presse hebt die Qualen des Titelgewinners hervor, in Österreich spekuliert man auf einen Feiertag und in Italien wird Thiem als mutiger wahrgenommen.

Internationale Pressestimmen nach der Niederlage (6:2, 6:4, 4:6, 3:6, 6:7 (6:8)) des deutschen Tennisprofis Alexander Zverev gegen den Österreicher Dominic Thiem im Endspiel der US Open in New York:

Österreich

Kronen Zeitung: "Dominic Thiem hat in einem an Dramatik nicht zu überbietenden Finale österreichische Sportgeschichte geschrieben. Der 13. September 2020 (Ortszeit) wird für den 27-jährigen Niederösterreicher für immer ein Feiertag bleiben."

Kurier: "Erfolg und Misserfolg sind der Unterschied zwischen Traum und Realität. Bei Dominic Thiem liegt nichts mehr dazwischen, der Niederösterreicher erfüllte sich einen Lebenstraum. Als zweiter Österreicher nach Thomas Muster, der 1995 in Paris triumphiert hatte, holte sich Österreichs Superstar einen Grand-Slam-Titel. Wie der Steirer im Alter von 27 Jahren."

Frankreich

L'Equipe: "Dream Thiem"

Spanien

Mundo Deportivo: "Dominic Thiem, neuer Champion nach einer epischen Aufholjagd gegen Zverev"

Marca: "Thiem ist das erste neue Gesicht, das in einem Grand-Slam-Turnier gekrönt wird, seit Marin Cilic dies auch auf den Plätzen von Flushing Meadows vor sechs Jahren schaffte."

Großbritannien

Daily Mail: "Ein dramatischer Tiebreak im fünften Satz läutete das Ende der sechsjährigen Wartezeit ein, nach der die Männer-Tenniswelt endlich einen neuen Grand-Slam-Champion hatte."

Schweiz

Tagesanzeiger: "Dominic Thiem, der Meister des Leidens"

Italien

Gazzetta dello Sport: "Am Ende ist es der Österreicher Dominic Thiem, der zwei Sätze aufholt und den Deutschen Alexander Zverev besiegt. Ein Match, das den Spieler mit mehr Mut und Kaltblütigkeit belohnt. Zu groß war die Angst für beide, zu gewinnen, wie auch die Angst, zu verlieren, die die Partie gelähmt hat. Zverev, der streckenweise sein bislang bestes Tennis gespielt hat, muss sich vorwerfen lassen, mit zwei Sätzen geführt und beim 5:3 im fünften Satz die Chance darauf gehabt zu haben, die Partie zu beenden."

Corriere dello Sport: "Ohne Djokovic, Nadal und Federer gab es am Ende ein erstes Mal. Der 150. Sieger in der Geschichte der Grand-Slam-Turniere ist der Österreicher Dominic Thiem, der den Deutschen (und seinen Freund) Alexander Zverev in fünf Sätzen besiegt hat. Es ist das erste Mal, dass ein Spieler das Finale der US Open gewinnt, der mit zwei Sätzen hinten lag."

© SZ.de/dpa/ska
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