WM-Kolumne: Die VorstopperinSchick kickt gut

Die grauen Fifa-Herren haben es ja nicht anders gewollt: Die "schönste Seite" des Fußballs wollten sie uns bei der Frauen-WM präsentieren. Jetzt müssen sie sich fragen lassen, ob sie ihr Versprechen eingehalten haben.

In Südafrika feierte die Fifa 2010 die Menschlichkeit Afrikas. Vor fünf Jahren war die "Welt zu Gast bei Freunden", hier in Deutschland. Und wenn die Slogans der Männerturniere schon so hehre innere Werte wie Gastfreundschaft und Humanität hochhalten, kann sich das Motto der Frauen-WM 2011 auch mal ganz der Optik widmen, dachte wohl der Weltfußballverband: "20Elf von seiner schönsten Seite!", lautet der offizielle Werbespruch.

Viel Richtiges ist schon gesagt über diesen Slogan und über das wenig emanzipierte Frauenbild, das die Kommunikation über diese WM, gerade zu Beginn, beherrschte. Sogar Bayerns Frauenministerin Christine Haderthauer - nicht eben für militanten Feminismus bekannt - hat sich kritisch dazu geäußert.

Ohnehin ist mindestens fraglich, was davon bei den grauen Herren von der Fifa und dem WM-Organisationskomitee ankommt. Also nehmen wir sie - das muss an dieser Stelle erlaubt sein - bei ihrem ganz und gar daneben geratenen Wort: Die "schönste Seite" haben sie versprochen und was haben wir bekommen? Eine Stilkritik.

Bild: dpa 16. Juli 2011, 10:582011-07-16 10:58:33 © sueddeutsche.de/leja/hum