NBA-Vorschau – Die Geschichte des Lockouts

Es war ein zähes Geschachere - und es ging um Geld. Soweit die Eckdaten des 149-tägigen Tariftstreits in der NBA. Verhandelt hatte die Spielergewerkschaft mit Teambesitzern und Ligavertretern (im Bild Comissioner David Stern) noch viel länger: Mehr als zwei Jahre dauerten die Gespräche. Zuletzt gab es die Aussperrung, Schuldzuweisungen, die Auflösung der Gewerkschaft, angedrohte Klagen. Zusammengefasst einigte man sich dann Anfang Dezember darauf, dass die Profis künftig statt 57 Prozent der Gesamteinnahmen von etwa vier Milliarden Dollar nur noch zwischen 49 und 51 Prozent erhalten.

Außerdem soll sich die Laufzeit von Spielerverträgen verkürzen, damit sich Akteure nicht mehr auf fürstlich dotierten Anstellungen ausruhen können. Die Vereine verpflichten sich dazu, in den kommenden zwei Jahren mindestens 85 Prozent, danach mindestens 90 Prozent der Gehaltsobergrenze von 58 Millionen Dollar für Spielergehälter aufzuwenden (bisher 75 Prozent). Das bedeutet: Ein Verein muss ab sofort ein Minimum von 49,3 Millionen Dollar für Gehälter investieren. 

Bild: dpa 25. Dezember 2011, 10:402011-12-25 10:40:05 © sueddeutsche.de/jbe/jüsc