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VfB Stuttgart:Badstuber für zwei Ligaspiele gesperrt

VfB Stuttgart - Holstein Kiel

Fehlt dem VfB in den kommenden beiden Ligaspielen: Holger Badstuber.

(Foto: dpa)

Der VfB-Innenverteidiger hatte gegen Kiel Gelb-Rot gesehen und anschließend die Schiedsrichter beleidigt. Der Weltverband schließt Irans Judoka aus.

2. Bundesliga: Holger Badstuber ist nach seinem Platzverweis und anschließender Schiedsrichter-Beschimpfung für zwei Meisterschaftsspiele des VfB Stuttgart gesperrt worden. Neben der obligatorischen Ein-Spiel-Sperre für die Gelb-Rote-Karte muss der Ex-Nationalspieler wegen unsportlichen Verhaltens eine weitere Partie in der 2. Fußball-Bundesliga aussetzen. Er wird den Schwaben damit am Samstag im Topspiel beim Hamburger SV sowie am 3. November gegen Dynamo Dresden fehlen. Im DFB-Pokalspiel beim HSV am nächsten Dienstag dürfte der 30-Jährige dagegen spielen. Badstuber muss außerdem eine Geldstrafe in Höhe von 8000 Euro zahlen.

Spieler beziehungsweise der Verein stimmten dem Urteil zu, wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Dienstag mitteilte. Badstuber war beim 0:1 gegen Holstein Kiel am vergangenen Sonntag wegen wiederholten Foulspiels in der 53. Minute vom Platz gestellt worden. Anschließend hatte er die Unparteiischen beleidigt, was über die Außenmikrofone zu hören war, von den Schiedsrichtern selbst aber laut DFB nicht wahrgenommen worden sei.

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Judo: Der Judo-Weltverband IJF hat knapp zwei Monate nach dem Skandal um Ex-Weltmeister Saeid Mollaei bei der WM in Tokio Irans Verband komplett gesperrt. Dies gab die IJF am Dienstag bekannt. Iran war zuvor bis zu einem endgültigen Urteil provisorisch suspendiert worden. Die Iraner können nun gegen den Ausschluss Einspruch vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS einlegen. Der Weltverband begründete seine Entscheidung mit einem Verstoß der Iraner gegen den IJF-Ethikcode und die Olympische Charta. Titelverteidiger Mollaei hatte bei der WM nach eigener Aussage absichtlich verloren.

Er hatte berichtet, er sei von seinem Verband mit Drohungen gegen ihn und seine Familie gezwungen worden, im Halbfinale absichtlich dem Belgier Matthias Casse zu unterliegen, um im Finale nicht gegen den Israeli Sagi Muki antreten zu müssen. Der Iran ist damit von allen Wettbewerben sowie von jeglicher Mitbestimmung in der IJF ausgeschlossen. Der iranische Verband hatte bereits die vorläufige Sperre kritisiert. "Ich denke, die Suspendierung des iranischen Judos war ein lang geplantes Szenario, und leider war einer unserer Athleten jetzt darin involviert", sagte Verbandspräsident Arash Miresmaeili der iranischen Nachrichtenagentur IRNA. Die Entscheidung sei "unfair". Mollaei war laut Medienberichten nach Berlin geflüchtet, um in Deutschland Asyl zu beantragen. IJF-Präsident Marius Vizer gab dem Athleten Rückendeckung und stellte ihm in Aussicht, bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio im Flüchtlingsteam des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) antreten zu können. Die Entscheidung darüber liegt in den Händen des IOC und dessen Präsidenten Thomas Bach.

Leichtathletik: Das Berliner ISTAF gehört auch 2020 nicht zur Leichtathletik-Premiumserie Diamond League. Dies geht aus dem neuen Kalender hervor, den der Weltverband IAAF am Montagabend veröffentlichte. Die Berliner hatten sich in den vergangenen Jahren immer wieder Hoffnung gemacht, als Top-Meeting aufgenommen zu werden. Die Serie umfasst im Olympia-Jahr 14 Sportfeste und das Finale am 11. September 2020 in Zürich. Zuletzt fand das Finale mit der Preisgeldvergabe in einzelnen Disziplinen in Brüssel und Zürich statt. Gateshead ersetzt Birmingham, zudem finden erstmals zwei Veranstaltungen in China statt: Am 10. Mai in einer noch festzulegenden Stadt und am 16. Mai in Shanghai. Dies dürfte dem neuen Titelsponsor der Diamond League geschuldet sein: Der chinesische Konzern Wanda hatte einen Zehnjahresvertrag mit der IAAF abgeschlossen. Teil des Vertrages ist, dass der zu Wanda gehörende Sportvermarkter Infront für fünf Jahre ab 2025 die internationalen Medienrechte an der Diamond League erhält.

Borussia Dortmund: Der BVB muss das dritte Gruppenspiel in der Champions League bei Inter Mailand am Mittwoch ohne Marco Reus bestreiten. Der Kapitän des Fußball-Bundesligisten fehlte am Dienstag beim Abflug der Mannschaft nach Italien. Er leidet noch immer unter den Nachwirkungen einer Grippe. Trotz ähnlicher Beschwerden war er im vergangenen Bundesligaspiel gegen Borussia Mönchengladbach zum Einsatz gekommen und hatte für den 1:0-Siegtreffer gesorgt. Nach Auskunft eines Vereinsprechers soll "Reus keine drei Partien in einer Woche bestreiten". Dagegen kehrt Jadon Sancho nach seiner Suspendierung in den Kader zurück. Nach seiner verspäteten Rückkehr von der englischen Nationalmannschaft war er vom BVB für das Spiel gegen Gladbach am vergangenen Samstag aus dem Kader gestrichen und mit einer hohen Geldstrafe von angeblich 100 000 Euro belegt worden.

Schach: Weltmeister Magnus Carlsen hat sich einen ganz besonderen Rekord gesichert: Der 28 Jahre alte Norweger blieb zum Abschluss des Turniers auf der Isle of Man in der 101. Partie in Serie ungeschlagen. Die bis dato letzte Niederlage kassierte Carlsen am 31. Juli 2018 beim Großmeisterturnier in Biel gegen Schachrijar Mamedjarow aus Aserbaidschan. Die 447 Tage ohne Niederlage untermauern Carlsens Nimbus als zur Zeit mit Abstand besten Schachspieler der Welt.

Der Weltmeister aus Norwegen beendete das Turnier am Montagabend mit 7,5 Punkten aus elf Partien zwar nur auf dem sechsten Platz, blieb aber auch in der 101. Partie mit klassischer Bedenkzeit ohne Niederlage. Damit brach Carlsen den Rekord des Chinesen Ding Liren, der 2018 in 100 Partien hintereinander unbesiegt blieb. "In den letzten Tagen musste ich natürlich daran denken und wollte nicht auf den letzten Metern scheitern", sagte Carlsen nach dem Turnier, das Wang Hao mit 8,0 Punkten gewann. Er qualifizierte sich dadurch neben Ding Liren als zweiter chinesischer Großmeister für das WM-Kandidatenturnier 2020, bei dem unter den acht teilnehmenden Großmeistern der Herausforderer für Weltmeister Carlsen ermittelt wird.

Radsport: Der deutsche Sprinter Pascal Ackermann aus Kandel hat die letzten Etappe der Tour of Guangxi in China gewonnen und seine glänzende Saison mit dem insgesamt 13. Tageserfolg abgeschlossen. Nach 168,3 km rund um Guilin setzte sich der Pfälzer im Sprint vor dem Kolumbianer Juan Sebastian Molano (UAE Team Emirates) durch, Ackermanns Anfahrer Rüdiger Selig (Zwenkau) kam auf Rang vier. Ackermann holte neben dem Erfolg auf dem Schlussabschnitt auch auf der dritten Etappe den Tagessieg, zudem wurde der 25-Jährige dreimal Tageszweiter. Damit siegte der Radprofi aus dem Team Bora-hansgrohe in der Punktewertung der Rundfahrt.

In dieser Saison glückten nur dem niederländischen Top-Sprinter Dylan Groenewegen (Jumbo-Visma/15) mehr Etappensiege als Ackermann, der das bisher beste Jahr seiner Karriere erlebte. Der Gesamtsieg beim letzten World-Tour-Rennen des Jahres ging nach sechs Etappen an den Spanier Enric Mas (Deceuninck-Quick Step), der Berliner Maximilian Schachmann (Bora-hansgrohe) wurde mit 41 Sekunden Rückstand als Klassement-13. bester Deutscher.

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