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US-Torhüterin Hope Solo:Vorwürfe des Verbandes

In dieser Woche dann stoppte die Polizei von Manhattan Beach den Teambus der amerikanischen Frauen um 1.30 Uhr vor dem Mannschaftshotel. Die Insassen befanden sich keineswegs auf dem Weg zu einem nächtlichen Training, sondern auf der Rückfahrt aus einer Bar. Stevens und Solo seien laut Angaben der Polizei heftig betrunken gewesen sein. Verhaftet wurde nur Stevens, weil der gefahren war - Beifahrerin Solo wurde von den Polizisten ins Bett geschickt.

Der amerikanische Verband wollte die Torhüterin irgendwie bestrafen. Doch wofür? Es hatte an diesem Abend keine Ausgangssperre gegeben, keinen Zapfenstreich und auch kein Alkoholverbot - was freilich wieder an das Kind und die Schokolade erinnert. Weil bei einem Unfall mit dem Teambus allerdings der Verband hätte haften müssen, suspendierten die Verantwortlichen Solo für 30 Tage. Die Begründung: schlechtes Urteilsvermögen. Sie hätte ihren betrunkenen Ehemann kein Team-Equipment benutzen lassen sollen.

Das war sie also, die Woche der skurrilen Meldungen im amerikanischen Sport mit einem Diktator als Inspiration, einem Popsänger als Wahlhelfer und einer betrunkenen Torhüterin. Nächste Woche geht es dann wieder um Sport. Versprochen, dann findet auch das Endspiel im Football statt.

Obwohl: Bislang gab es nicht nur die Meldung um Bälle ohne Luft, Seahawks-Verteidiger Richard Sherman präsentierte sich bereits mit einem Lama im Fernsehstudio, um den Gegner zu ärgern. Da gibt es noch Steigerungspotenzial.