US Open Naomi Osaka gewinnt als erste Japanerin ein Grand-Slam-Turnier

Sieg in zwei Sätzen: Osaka schlug Williams glatt.

(Foto: AFP)

In einem emotionalen Finale schlägt die 20-Jährige die sechsmalige Turniersiegerin Serena Williams. Dabei spielt auch der Schiedsrichter eine große Rolle.

Naomi Osaka hat als erste Japanerin ein Grand-Slam-Turnier gewonnen. Nach 79 Minuten verwandelte sie ihren zweiten Matchball zum 6:2, 6:4-Sieg bei den US Open. Der Sieg wurde vom Verhalten von Verliererin Serena Williams überschattet. Die 36-jährige Amerikanerin erhielt in New York insgesamt drei Verwarnungen und verlor damit kampflos das Spiel zum 3:5 im zweiten Satz.

Nachdem Ramos sie wegen unerlaubten Coachings zu Beginn des zweiten Satzes verwarnt hatte, sagte Williams zu ihm: "Ich betrüge nicht, um zu gewinnen. Da verliere ich lieber." Wenig später zerstörte sie aus Frust ihren Schläger, kassierte ihre zweite Verwarnung und damit einen Punktabzug. Doch das Drama ging noch weiter, Williams wollte sich einfach nicht beruhigen. Bei einem weiteren Seitenwechsel bezeichnete sie Ramos als Dieb: "Du hast mir einen Punkt gestohlen." Dem Portugiesen blieb keine andere Wahl, als Williams ein Spiel abzuziehen.

Williams verpasste ihren siebten Erfolg bei den US Open und wie schon zuletzt beim verlorenen Wimbledonfinale gegen Angelique Kerber ihren insgesamt 24. Grand-Slam-Titel. Damit hat die einstige Nummer eins bei den vier größten Turnieren weiterhin einen Erfolg weniger als Rekordhalterin Margaret Court aus Australien. Die 20-jährige Osaka erhält für ihren bisher größten Triumph ein Preisgeld von 3,8 Millionen Dollar, Williams bekommt die Hälfte.

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