Unsere Lieblinge der Bundesliga-SaisonDie glorreichen 14

Die Redaktion hat debattiert und beraten und ist am Ende auf diese Spieler gekommen, die in der 52. Bundesliga-Saison auf verschiedenen Ebenen überzeugt haben. Mit dabei: Eine kurz geratene Raubkatze, ein Schädelbrecher und Dos Bast.

Paul Verhaegh

So ganz war zuletzt nicht mehr klar, ob Augsburgs Paul Verhaegh wirklich ein echter Holländer ist - also tat der Abwehrchef der Schwaben gegen Saisonende das, was einen echten Holländer ausmacht: Er verschoss einen Elfmeter. Das kann einem gegen Manuel Neuer natürlich mal passieren. Und außerdem kommt so ein vergeigeter Elfer ja in den besten Familien vor (siehe Beckenbauer, Hoeneß, Robben, Baggio...). Aber bei Verhaegh, diesem Präzisionskünstler aus der Provinz Limburg, kam es eben sehr, sehr selten vor. Sieben Treffer in Serie gelangen dem 31-Jährigen vom Punkt - ehe er beim 1:0-Sieg in München doch mal scheiterte. Doch selbst dieses Erlebnis rührte ihn nicht die Bohne: Am 33. Spieltag trat Augsburgs Nervenkönig erneut an und traf. Per rotzfrechem Panenka-Lupfer gegen Hannover. Liebe Holländer, nehmt Euch ein Beispiel an diesem Verhaegh. Stellt ihm einen königlichen Orden aus! Nehmt ihn mit auf alle großen Turniere! Mit Verhaegh vom Punkt wird alles gut! Erewoord!

(jbe)

Bild: Adam Pretty/Getty Images 27. Mai 2015, 17:162015-05-27 17:16:37 © SZ.de/jbe