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TSV 1860 München im Abstiegskampf:Verborgen hinter einem weiß-blauen Absperrband

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Hier entlang bitte: Ein Ordner des TSV 1860 München lässt für Sechzigs Profis am Montagvormittag eine provisorische Absperrvorrichtung zu Boden.

(Foto: Imago)
  • Beim TSV 1860 München, auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht, ist Unruhe zu beobachten - und eine neue Dimension des Kuriosen.
  • 1860-Trainer Torsten Fröhling sagt einen Kurztrip ab, die Spieler trainieren hinter einem Absperrband und die Kiebitze prosten sich nachdenklich zu.
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Auf dem Gelände des TSV 1860 München hat sich schon manch kurioses Ereignis zugetragen. Einmal etwa tagte hier der Aufsichtsrats fast für die Dauer einer ganzen Nacht, an deren Ende die Verpflichtung des Welttrainers Sven-Göran Eriksson verkündet wurde, der dann aber doch nie erschien. Auch wurde mal ein Plastiklöwe auf der Ladefläche eines kleines Trucks abtransportiert, was für große Aufregung sorgte, weil der Plastiklöwe eigentlich schon immer vor der Geschäftsstelle gestanden hatte.

Zuletzt wurde zudem ab und an mal ein Geheimtraining hinter blickdichten Wänden abgehalten an der Grünwalder Straße, und so ein Geheimtraining sorgt beim gerne mal transparenten Fußball-Zweitligisten aus München immer für große Aufregung. Die Geschehnisse am Montagvormittag entsprachen aber doch einer neuen Dimension des Kuriosen.

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Ein Absperrband (natürlich in Weiß-Blau) versperrte den Zutritt zum hinteren Trainingsplatz; zwei Ordner hatten es gespannt zwischen Fanshop und vorderem Trainingsplatz. Die Idee hinter der Maßnahme war nicht sofort zu ergründen, zumal auch aus der Ferne gut zu beobachten war, dass die Spieler keine taktischen Laufwege einstudierten, sondern schlicht Kreise um den Platz drehten. Wollte Trainer Torsten Fröhling sein wöchentliches Auslauftraining vor der Öffentlichkeit geheim halten? Oder sollten wütende Fans am Tag nach dem 0:3 gegen Union Berlin von der Mannschaft ferngehalten werden? Dafür war eigentlich zu wenig los rund um das Löwenstüberl: Auf einem Stuhl saß ein nachdenklicher, wenngleich höflicher Rentner im blauen Hemd. Und auf einer Bierbank hockten zwei schweigende Biertrinker im Trainingsanzug. Sie prosteten sich zu. Mehr war nicht.

"Bei mir gibt's kein Straftraining"

Alle Theorien seien Quatsch, sagte Thomas Blazek, Sechzigs Mediendirektor, als er antrat, um die große Aufregung um das geheimnisvolle Geheimtraining medienwirksam abzubügeln: "Wo sollen die krawallmachenden Leute denn herkommen an einem Montagvormittag?" Ähnlich sah das auch Fröhling, nachdem er mit seinen Spielern das nur vorübergehend zu Boden gelassene Absperrband in Gegenrichtung wieder passiert hatte. Bei dem kurzfristig geplanten geheimnisvollen Geheimtraining sei es lediglich darum gegangen, "unter uns zu sein, wir mussten gestern eine bittere Niederlage einstecken".

Ob er also eher in aller Ruhe ein Straftraining habe abhalten wollen?

"Bei mir gibt's kein Straftraining", sagte Fröhling: "Die Spieler wollten das so."