TSV 1860:@Ismaik1860 lässt sich direkt beschimpfen

Ismaik

Hasan Ismaik auf Facebook.

(Foto: Screenshot/OH)

Hasan Ismaik, umstrittener Investor beim Zweitligisten TSV 1860 München, eröffnet Accounts bei Facebook und Twitter. Dort werden sogleich die Spannungen im Klub deutlich.

Investor Hasan Ismaik setzt beim TSV 1860 München im neuen Jahr auf einen direkteren Draht zu den Anhängern des Fußball-Zweitligisten. Der Aufsichtsratsvorsitzende und Eigentümer von 60 Prozent an der Profiabteilung des Klubs hat eigene Accounts in den sozialen Netzwerken Facebook und Twitter eröffnet.

Der 39 Jahre alte Geschäftsmann, der seit seinem Einstieg 2011 einen beachtlichen zweistelligen Millionenbetrag in den TSV 1860 investiert hat, präsentiert sich auf seinem Twitter-Account "Ismaik 1860" auf einem Bild mit erhobenem Daumen.

Der Jordanier möchte die Internetkanäle dazu nutzen, die Fans über Neuigkeiten sowie aktuelle und zukünftige Pläne zu informieren. "Das Eröffnen dieser Kanäle soll den Fans die Möglichkeit geben, untereinander sowie mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden des TSV 1860 München direkt zu kommunizieren", heißt es in einer Mitteilung des Klubs.

Offenbar wollen Ismaik und seine Vertrauten eine Möglichkeit finden, die Öffentlichkeit über ihre Sicht der Dinge zu informieren. Seit Beginn seines Engagements beim Zweitligisten herrschen ständige Spannungen zwischen den Vertretern des Eingetragenen Vereins und der Investorenseite, die sich im Aufsichtsrat gegenüberstehen. Aufgrund der 50+1-Regel im deutschen Fußball kann Ismaik nicht durchregieren, er hält nur 49 Prozent der stimmberechtigten Anteile. Er wohnt zumeist in Abu Dhabi und auch seine Vertreter in München, wie sein Cousin Noor Basha, haben wenig Kontakt zu den örtlichen Medien.

Wie sehr die Stimmung rund um den Traditionsklub aufgeheizt ist, lässt sich an den Kommentaren unter den ersten Facebook-Einträgen ablesen. Beschimpfungen gegen Ismaik wechseln sich mit Kritik an der sportlichen Leitung ab.

Zuletzt hatte Ismaik einige Journalisten nach London geladen, um abermals mit dem Ende von Zuschüssen zu drohen, sollte sich im Klub nicht alles nach seinen Wünschen verändern. Seither erscheint auch eine Insolvenz des Profiklubs als möglich. Spekulationen, Ismaik könnte den Verkauf seiner Anteile vorantreiben, ebben ebenfalls nicht ab. Dazu teilt Ismaik nun mit: "Erwartet von mir auch eine Nachricht zur detaillierten Klärung der aktuellen Situation, in der sich unser traditionsreicher Verein befindet."

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