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Tottenham ärgert Liverpool:Klopp grollt nach spätem Ausgleich durch Kane-Elfmeter

Liverpool v Tottenham Hotspur - Premier League

War mit der Schiedsrichterleistung unzufrieden: Jürgen Klopp.

(Foto: Getty Images)

Der Trainer des FC Liverpool hadert mit der Schiedsrichterleistung. Der BVB-Geschäftsführer hat Schlüsse aus den Fällen Aubameyang und Dembélé gezogen.

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Fußball, Premier League: Klopp grollt nach dem spätem Ausgleich durch Kane-Elfer. Jürgen Klopp war sauer und ließ seiner Enttäuschung freien Lauf. "Wenn ich sagen würde, was ich im Augenblick denke, dann würde ich die höchste Strafe im Weltfußball zahlen müssen", wetterte der Teammanager des FC Liverpool nach dem 2:2 (1:0) im Spitzenspiel der Premier League am Sonntagabend gegen Tottenham Hotspur. Grund seines Grolls: Der Ausgleich der Spurs durch Torjäger Harry Kane in der fünften Minute der Nachspielzeit.Für Klopp war der Unparteiische schuld am Remis an der Anfield Road: "Wenn ich in der Nachspielzeit auf Elfmeter entscheide, dann aber nur, wenn du 100 Prozent sicher bist." Kane bewies gute Nerven und sicherte mit seinem 21. Saisontreffer den Londonern einen Punkt, nachdem er in der 85. Minute noch einen Strafstoß verschossen hatte. Er war am ehemaligen Mainzer Schlussmann Loris Karius gescheitert."Beim ersten Elfmeter ging eine der klarsten Abseitssituationen voraus", wetterte Klopp, "Kane stand Abseits, meine Abwehr hat ihn Abseits gestellt, das war gutes Abwehrverhalten." Sein Tottenham-Kollege Mauricio Pochettino gratulierte hingegen dem Schiedsrichter-Gespann, "Charakter gezeigt zu haben", betonte der Argentinier: "Ich muss ihnen ein dickes Lob zollen, denn es war kein einfacher Job."

Fußball, Borussia Dortmund: BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat Spielern, die einen Transfer mit allen Mitteln zu erzwingen versuchen, mit harten Konsequenzen gedroht. "Am Donnerstag habe ich der Mannschaft klipp und klar gesagt: Der nächste Spieler, der so etwas macht, wird kläglich scheitern. Der bekommt ein riesengroßes Problem", sagte Watzke der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und ergänzte: "Der nächste Spieler, der versucht, uns unter Druck zu setzen, indem er Leistung zurückhält oder gar streikt, wird damit nicht durchkommen - und auf der Tribüne sitzen."

Der 58-jährige Watzke bezog sich dabei auf die Umstände der Wechsel von Ousmane Dembélé zum FC Barcelona und von Pierre-Emerick Aubameyang zum FC Arsenal. Er habe nun deutliche Worte an die Mannschaft gerichtet. "Das wissen jetzt alle. Das ist eine öffentliche Aussage, an der ich mich messen lasse." Unter charakterlichen und ethischen Gesichtspunkten sei der Fall Dembélé katastrophal gewesen, so Watzke.

Er räumte zudem ein, dass dem Team der "Spirit" fehle, der Dortmund in der Vergangenheit so erfolgreich gemacht hatte, und kündigte Reaktionen an. "Die Mannschaft, die 2011 und 2012 die Titel gewonnen hat, war fußballerisch definitiv nicht so gut wie die heutige Mannschaft. Aber sie hatte die beste Mentalität, die man sich vorstellen kann. Das ist der nächste Punkt, den wir angehen müssen: Wir benötigen im Sommer eine Kader-Justierung, je nach Verlauf der Rückrunde auch eine deutlichere."

Ski alpin, Garmisch: Lindsey Vonn hat ihren Status als Topfavoritin auf Abfahrtsgold fünf Tage vor dem Start der Winterspiele in Pyeongchang mit ihrem 81. Weltcup-Sieg eindrucksvoll bestätigt. Die 33-Jährige aus den USA gewann am Sonntag auch das zweite Rennen in der Königsdisziplin in Garmisch-Partenkirchen - wieder vor der Italienerin Sofia Goggia (+0,11 Sekunden). Tina Weirather aus Liechtenstein (+0,12) wurde Dritte.Viktoria Rebensburg (Kreuth) kam im letzten Rennen vor Olympia (9. bis 25. Februar) nicht über den neunten Platz hinaus. 0,97 Sekunden trennten die Elfte des Vortages von Siegerin Vonn, die am Samstag bereits auf der verkürzten Kandahar-Abfahrt gewonnen hatte. Vonn fehlen nun noch fünf Weltcup-Siege zur Bestmarke von Ingemar Stenmark (Schweden).

"Ich habe ein bisschen Angst gehabt", sagte sie nach den schweren Stürzen ihrer Teamkolleginnen Jacqueline Wiles (Samstag) und Stacey Cook (Sonntag), "ich dachte: gib Gas, aber fahre solide und gehe kein Risiko ein. Das tue ich in Südkorea."Rebensburg sah bei sich "eine Steigerung zu Samstag. Olympia gehe sie mit einem "guten Gefühl" an, weil sie in ihrer Paradedisziplin Riesenslalom gut drauf sei. Dort greift Rebensburg gleich zum Auftakt der Spiele am 12. Februar nach Gold. "Die Leistungsdichte ist hoch, ich brauche zwei Traumläufe", sagte sie.Kira Weidle (Starnberg/+1,75), neben Rebensburg die einzige andere deutsche Speedfahrerin in Pyeongchang, belegte nach 30 Starterinnen Rang 17. Michaela Wenig (Lenggries/1,77) kam auf Platz 19.

Basketball, NBA: Basketballprofi Dirk Nowitzki hat mit den Dallas Mavericks in der nordamerikanischen NBA nach zuletzt fünf Niederlagen hintereinander einen Sieg gefeiert. Die Texaner besiegten am Samstag (Ortszeit) die Sacramento Kings 106:99 (56:54). Der 39-jährige Würzburger erzielte 15 Punkte beim Auswärtssieg seiner Mannschaft. Der 13-malige All-Star holte zudem sieben Rebounds. Landsmann Maxi Kleber blieb ohne Punkte. Bester Werfer der Mavs war Harrison Barnes mit 18 Zählern. Bei den Gastgebern kamen De'Aaron Fox und Garrett Temple auf jeweils 15 Punkte. Mit 17 Siegen und 36 Niederlagen liegt Dallas auf dem vorletzten Tabellenplatz in der Western Conference.

Ski alpin, Garmisch: Lindsey Vonn hat sechs Tage vor dem Start der Winterspiele in Pyeongchang mit ihrem 80. Weltcup-Sieg weiteren Schwung aufgenommen. Die 33-Jährige aus den USA gewann am Samstag die verkürzte Weltcup-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen vor Sofia Goggia (+0,02 Sekunden) aus Italien und der Österreicherin Cornelia Hütter (+0,13). Viktoria Rebensburg (Kreuth) kam im vorletzten Rennen vor Olympia (9. bis 25. Februar) nicht über den elften Platz hinaus. 1,10 Sekunden trennten sie von Siegerin Vonn, die auch in der vergangenen Saison die Kandahar-Abfahrt gewonnen hatte.

"Ich habe viel verloren im unteren Teil", sagte Rebensburg: "Aber ich bin eben fast zwei Monate keine Abfahrten gefahren, daher fehlt da momentan ein bisschen das Gefühl." Der Fokus der 28-Jährigen liegt bei Olympia auf dem Riesenslalom, wo sie gleich zum Auftakt der Spiele zu den Favoritinnen zählt. Daher habe sie mit Blick auf die Abfahrten in Garmisch keine großen Erwartungen gehabt.

Für bange Momente sorgte ein Sturz von Jacqueline Wiles. Die für Pyeongchang qualifizierte Amerikanerin lag minutenlang auf der Piste und musste per Helikopter abtransportiert werden, sie erlitt anscheinend eine Knieverletzung. Das Wetter und die Pistenverhältnisse hatten zuvor für einige Veränderungen im Weltcup-Programm gesorgt. Die Trainings am Freitag mussten gestrichen werden, am Samstagmorgen wurde dann eines angesetzt, um überhaupt eine verkürzte Abfahrt durchführen zu können. Diese wurde am Super-G-Start begonnen. Die Olympia-Generalprobe am Sonntag soll um 12.30 Uhr wie geplant stattfinden.

© SZ.de/dpa/sid/schma
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