Torwart des FC Bayern Manuel Neuer verlängert bis 2019

Bis 2019 in München: Nationaltorhüter Manuel Neuer.

(Foto: AFP)

Der deutsche Nationaltorhüter will langfristig beim FC Bayern bleiben. Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft besiegt die Schweiz im WM-Test. Qualifikant Jan-Lennard Struff folgt Tommy Haas ins Tennis-Halbfinale von München.

FC Bayern, Manuel Neuer: Nationaltorhüter Manuel Neuer will Fußball-Rekordmeister Bayern München "ewige Treue" halten. Der 28-Jährige hat seinen Vertrag beim entthronten Champions-League-Sieger vorzeitig bis 2019 verlängert. Das gab Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Vereins am Freitagabend in München bekannt. "Ich finde es klasse, dass Manuel gerade jetzt, nach der Niederlage gegen Real Madrid am Dienstag, ein Zeichen gesetzt und gesagt hat: Ich will für immer FC Bayern!", sagte Rummenigge. Auch Neuer freute sich über die schnelle Einigung. "Ich fühle mich in diesem Verein und auch in der Stadt München sehr wohl und wir haben noch große Ziele. Ich freue mich auf die gemeinsame Zukunft", schrieb der Keeper auf seiner Facebook-Seite. Neuer kam 2011 von Schalke 04 zu den Münchnern, wo er von manchen Fans zunächst kritisch gesehen wurde. Von den 1593 anwesenden Mitgliedern gab es bei Rummenigges Verkündung von Neuers längerfristigem Bleiben am Freitag allerdings durchweg Applaus.

Lazio Rom, Miroslav Klose: Nationalstürmer Miroslav Klose wird mindestens ein weiteres Jahr für Lazio Rom in der Serie A auf Torejagd gehen. Der 35-Jährige verlängerte seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag um ein Jahr und hat zudem eine Option auf eine weitere Saison. Das gab Lazio am Freitag bekannt. "Ich bin froh, wichtiger Teil eines großen Projekts zu sein", sagte Klose. "Klose steht vor mehreren Aufgaben mit Lazio, im italienischen Pokal und mit der deutschen Nationalmannschaft. Es ist nicht einfach, in seinem Alter so viel zu spielen. Trotz allem ist er für uns ein Spieler von wesentlicher Bedeutung, der noch einen großen Beitrag leisten kann", hatte Sportdirektor Igli Tare schon unter der Woche gesagt und die Verlängerung damit angekündigt. Zuvor hatte es Gerüchte über Meinungsverschiedenheiten zwischen Klose und Claudio Lotito gegeben, weil der Klubchef eine Gehaltskürzung im Falle einer Vertragsverlängerung gefordert haben soll. Bisher verdiente Klose, der wegen eines Muskelfaserrisses noch vier Wochen fehlt, angeblich 2,5 Millionen Euro im Jahr.

Tennis, München: Jan-Lennard Struff hat beim ATP-Turnier von München den zweiten Halbfinaleinzug seiner Karriere geschafft. Der 24 Jahre alte Tennisprofi aus Warstein setzte sich am Freitag gegen den Litauer Ricardas Berankis mit 4:6, 6:3, 6:4 durch und spielt nun gegen den topgesetzten Italiener Fabio Fognini um den Endspieleinzug. Im anderen Duell stehen sich am Samstag Vorjahressieger Tommy Haas und der slowakische Außenseiter Martin Klizan gegenüber. Damit könnte es erneut ein rein deutsches Final-Duell geben: Im Frühjahr 2013 hatte sich Haas gegen Philipp Kohlschreiber durchgesetzt.

Eishockey, Länderspiel: Eine Woche vor dem WM-Start in Minsk hat die deutsche Eishockey-Auswahl bei einem Prestigesieg gegen die Schweiz bereits einen starken Eindruck hinterlassen. Am Freitagabend gewann das Team von Bundestrainer Pat Cortina in Mannheim mit 2:0 (0:0, 2:0, 0:0) gegen den Erzrivalen und Vize-Weltmeister. Die deutschen Tore erzielten Daniel Pietta (29. Minute) und Tobias Rieder (35.) vor 9120 Zuschauern. Gegen die bereits mit drei NHL-Spielern bestückten Schweizer musste Deutschland noch ohne die Spieler der DEL-Finalisten Ingolstadt und Köln auskommen. Am Dienstag steht in Nürnberg gegen die USA der letzte Test vor dem WM-Start am 9. Mai an.

Schwimmen: Paul Biedermann bleibt auch nach seiner Pause der dominierende deutsche Schwimmer über 400 Meter Freistil. Der Weltrekordler schlug am Freitag bei den deutschen Meisterschaften in Berlin nach 3:47,89 Minuten an. Biedermann lag im ersten wichtigen Langbahnrennen seit Olympia 2012 klar vor Clemens Rapp und Florian Vogel. Das Trio blieb unter der Normzeit für die EM im August in Berlin. Die DM-Leistungen müssen für das EM-Ticket aber noch bei einem Überprüfungswettkampf in Essen im Juli bestätigt werden. Biedermann ist seit 2005 über die 400 Meter Freistil national unbesiegt. Er ist nun Dritter der europäischen Jahresbestenliste.

Ski alpin, Maria Höfl-Riesch: Die dreimalige alpine Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch will zukünftig als TV-Expertin arbeiten. Den Sender nannte die 29-Jährige am Donnerstagabend bei einer Feier in Garmisch-Partenkirchen noch nicht. Höfl-Riesch wurde in ihrer Heimatstadt nach dem im März verkündeten Rücktritt als Skirennfahrerin von der Gemeinde, dem Skiklub und mehreren hundert Fans verabschiedet. Sie durfte sich auch erneut ins Goldene Buch eintragen. In Sotschi hatte die erfolgreichste deutsche Alpine bei Winterspielen Gold in der Super-Kombination und Silber im Super-G gewonnen. Vier Jahre zuvor gab es je eine Goldmedaille im Slalom und der Super-Kombination.

Tischtennis, Weltmeisterschaft: Deutschlands Tischtennis-Damen haben ihre Medaillenchancen bei der Team-WM in Tokio gewahrt. Die Auswahl von Bundestrainerin Jie Schöpp qualifizierte sich am Freitag durch ein klares 3:0 gegen Weißrussland für das Viertelfinale. Dort ist an diesem Samstag (3:00 Uhr) erneut Hongkong der Gegner. Bereits in der Vorrunde gab es dieses Duell, in dem die Deutschen mit 1:3 ihre einzige Niederlage im Turnierverlauf kassierten. Im Achtelfinale gegen Weißrussland hatte Schöpp ihr Team taktisch gut aufgestellt. Das Trio Sabine Winter, Irene Ivancan und Petrissa Solja überzeugte mit einer starken spielerischen und kämpferischen Leistung.

Eishockey, NHL: Die Montréal Canadiens haben durch einen Treffer in der zweiten Verlängerung das erste Playoff-Viertelfinale der NHL bei den Boston Bruins gewonnen. Die Canadiens setzten sich am Donnerstag (Ortszeit) mit 4:3 in Boston durch, das nach wie vor ohne den verletzten deutschen Verteidiger Dennis Seidenberg auskommen muss. Matchwinner war P.K. Subban, dem in der 85.Minute sein zweiter Treffer gelang. Montréal nutzte dabei nach nur sieben Sekunden ein Überzahlspiel. Die zweite Partie findet an diesem Samstag ebenfalls in Boston statt. Zum Einzug in das Halbfinale sind vier Siege notwendig.

Schwimmen, Deutsche Meisterschaft: Dorothea Brandt hat bei der Schwimm-DM in Berlin für den ersten deutschen Rekord gesorgt. Die 30-Jährige aus Essen schlug im Vorlauf über 50 Meter Brust nach 30,77 Sekunden an und stellte damit die 2009 geschwommene Bestmarke von Kerstin Vogel ein. "Für Doro hat es mich ungemein gefreut, sie wollte diesen Rekord unbedingt. Es hat aber ein paar Jahre gedauert", sagte Chefbundestrainer Henning Lambertz. Für den Endlauf am späten Freitagnachmittag rechnet er sich noch einmal eine Steigerung aus: "Ihr Anspruch wird sein, den Rekord nach dem Finale nicht mehr zu teilen".