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Tennis bei den US Open:Federer und Kohlschreiber scheiden aus

Aus für den Weltranglistenersten: Unerwartet früh sind die US Open für Roger Federer beendet. Der Schweizer verliert gegen Tomas Berdych in vier Sätzen. Mit Philipp Kohlschreiber scheidet auch der letzte verbliebene Deutsche in den Einzelkonkurrenzen aus.

Es wurde ziemlich still im größten Stadion der Tennis-Welt. Die Zuschauer staunten und glaubten kaum, was sie auf dem Center Court sahen: Der Weltranglisten-Erste Roger Federer ist im Viertelfinale der US Open ausgeschieden. Der 31 Jahre alte Schweizer unterlag am Mittwoch dem an Nummer sechs gesetzten Tomas Berdych mit 6:7 (1:7), 4:6, 6:3, 3:6.

Roger Federer US Open

Dieses Jahr früh gescheitert in New York: Roger Federer  aus der Schweiz.

(Foto: AP)

Der Tscheche feierte bei dem Grand-Slam-Tennisturnier in New York im 16. Duell mit Federer damit erst den fünften Sieg - aber nach 2:42 Stunden schon den vierten in den vergangenen sieben Vergleichen. In seinem ersten US-Open-Halbfinale trifft der 26-Jährige am Samstag auf den britischen Olympiasieger Andy Murray.

Ins zweite Semifinale wollen Novak Djokovic (Serbien) und Juan Martin del Potro (Argentinien) sowie Kohlschreiber-Bezwinger Janko Tipsarevic (Serbien) und David Ferrer (Spanien). Bei den Damen duellieren sich Serena Williams (USA) und Sara Errani (Italien) sowie Victoria Asarenka (Weißrussland) und Maria Scharapowa (Russland).

Der 17-malige Grand-Slam-Turniersieger Federer dagegen schied erstmals seit Wimbledon 2011 wieder im Viertelfinale bei einem der vier wichtigsten Turniere aus. Bei den US Open war er zuletzt 2003 so früh gescheitert. Dennoch bleibt Federer aber auch nach dem laufenden Turnier die Nummer eins. Gegen den stark auftrumpfenden Berdych fand Federer nie zu seinem Rhythmus und leistete sich insgesamt 40 unerzwungene Fehler. Selbst der gewonnene dritte Satz brachte dem Wimbledonsieger nicht die gewohnte Souveränität zurück.

"Das ist eine große Enttäuschung für mich. Ich habe mich eigentlich gut gefühlt. Aber ich hätte mehr tun müssen und habe kein gutes Spiel gemacht", sagte Federer. Sein Bezwinger dagegen konnte sein Glück zunächst noch gar nicht recht fassen. "Das Gefühl könnte nicht besser sein, ich habe es genossen", sagte der Weltranglisten-Siebte noch auf dem Platz.

Vorjahressieger Djokovic profitierte bei eigener 6:4, 6:1, 3:1-Führung von der Aufgabe des Schweizers Stanislas Wawrinka. Del Potro beendete mit seinem 6:7 (1:7), 7:6 (7:4), 6:2, 6:4-Erfolg die Karriere des Amerikaners Andy Roddick. Der 30-Jährige hatte das Turnier in Flushing Meadows 2003 gewonnen und seinen Rücktritt nach der diesjährigen Auflage angekündigt. Unter Tränen verabschiedete er sich nach der finalen Niederlage von den Fans auf dem Center Court. Murray setzte sich nach schwachem Beginn am Ende klar mit 3:6, 7:6 (7:4), 6:2, 6:0 gegen den Kroaten Marin Cilic durch.

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