bedeckt München 13°
vgwortpixel

Steuerhinterziehung:Xabi Alonso droht lange Haftstrafe

Xabi Alonso

Hier noch im Bayern-Trikot: Xabi Alonso (Archivbild von 2015).

(Foto: Andreas Gebert/dpa)
  • Laut spanischen Medienberichten droht dem früheren FC-Bayern-Profi Xabi Alonso wegen Steuerhinterziehung eine Haftstrafe.
  • Angeblich hat Alonso über eine Briefkastenfirma auf Madeira seine Einkünfte am spanischen Fiskus vorbeigeschleust.

Dem ehemaligen spanischen Fußball-Weltmeister Xabi Alonso drohen laut Medienberichten in Spanien wegen Steuerhinterziehung acht Jahre Gefängnis. Seit drei Jahren laufen bereits Ermittlungen gegen den Ex-Profi von Bayern München, angeblich hat der heute 36-Jährige seine Einkünfte aus dem Verkauf von Bildrechten als Profi nicht entsprechend deklariert.

Von 2009 bis 2014 spielte er bei Real Madrid, wechselte dann nach München und spielte bis 2017 für den FC Bayern. Laut Darstellung von El Confidencial haben die Ermittler so viel belastendes Material gefunden, dass der ehemalige Bundesliga-Profi sogar ins Gefängnis wandern könnte.

Auch gegen Ronaldo und Messi wurde ermittelt

Angeblich hat Alonso über eine Briefkastenfirma auf Madeira seine Einkünfte am spanischen Fiskus vorbeigeschleust. Im vergangenen Sommer hatte der Mittelfeldspieler seine Karriere beendet. Es geht offenbar um Einnahmen von umgerechnet etwa fünf Millionen Euro aus Bildrechten zwischen 2010 und 2012. Auch gegen Cristiano Ronaldo (Real Madrid) und Lionel Messi (FC Barcelona) wurde in der Vergangenheit wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung in Spanien ermittelt.

Messi und sein Vater Jorge haben nach Auffassung des Gerichts über Scheinfirmen in Belize, Großbritannien, der Schweiz und Uruguay zwischen 2007 und 2009 Steuern in Höhe von insgesamt 4,16 Millionen Euro hinterzogen. Messi junior wurde in erster Instanz zu einer 21-monatigen Haftstrafe verurteilt, die er allerdings nicht antreten musste.

Auch gegen Ronaldo ermitteln die spanischen Steuerfahnder wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Über mehrere Jahre hinweg soll der Torjäger durch Briefkastenfirmen im Ausland seine Abgaben auf rechtswidrige Weise verringert haben.

© SZ.de/sid/ebc/mane
Zur SZ-Startseite