Stefan Reuter neuer Manager in Augsburg Überzeugt vom Klassenerhalt

Den Klassenverbleib des FCA hält Reuter noch für möglich. "Ich bin überzeugt, dass wir die gesteckten Ziele erreichen können", sagte er - notfalls über die Relegation. "Wir haben drei Punkte Rückstand auf den Drittletzten. Es gibt auch die Möglichkeit der Entscheidungsspiele. Es wird schwierig, aber nicht unmöglich."

Fazit der Bundesliga-Hinrunde

Elf Trends müsst ihr sein

Zehn Punkte beträgt der Abstand des FC Augsburg zum 15. Platz, der den direkten Klassenverbleib bedeutet. Einen Trainerwechsel hält Reuter nicht für notwendig: "Wir werden mit Markus Weinzierl weitermachen." Auch die Trainerfrage könnte dazu beigetragen haben, dass es zwischen Rollmann und Seinsch zu einem so schnellen Zerwürfnis kam.

Aus seiner Zeit bei 1860 ist Reuter als besonnener, loyaler, aber bei seinen Transferentscheidungen auch mäßig erfolgreicher Manager in Erinnerung. Mehr als mit diesem Posten verbinden die Fußballfans Reuter, der aus Dinkelsbühl in Mittelfranken stammt und in Grünwald bei München wohnt, mit seiner Karriere als Spieler.

Er lief für den 1. FC Nürnberg, Bayern München, Juventus Turin und Borussia Dortmund auf, neben Weltmeisterschaft und Europameisterschaft mit der Nationalmannschaft feierte der fünfmalige deutsche Meister auch den Gewinn der Champions League und wurde Weltpokalsieger.

Nachdem Reuter im bei 1860 München üblichen Wirrwarr am Ende in einer Art Doppelfunktion auch Geschäftsführer für die wirtschaftliche Seite war, darf er sich nun wieder auf den Sport konzentrieren.

Sein neuer Kollege Peter Bircks, FCA-Geschäftsführer für den kaufmännischen Bereich, grenzte jedenfalls gleich die Kompetenzen ab: "Stefan Reuter wird dem FC Augsburg nicht nur aufgrund seiner Erfahrung als ehemaliger Profi, sondern auch aufgrund seiner Fachkenntnis als Geschäftsführer Sport weiterhelfen."

Im Vergleich zu 1860 wird es Reuter in Augsburg mit einem relativ ruhigen Umfeld zu tun haben - dafür mit einem umso komplizierteren, jedenfalls schwer zu durchschauenden Chef. Seit der ehemalige Textil-Manager Seinsch vor zwölf Jahren bei dem damaligen Viertligisten einstieg, hat er nun bereits neun Manager verbraucht.

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Höher, schneller, schöner