Dritte Liga:Marc Unterbergers "Träumchen"

Dritte Liga: Kampfspiel im Sportpark: Hachings Manuel Stiefler (re.) im Duell mit Halles Timur Gayret.

Kampfspiel im Sportpark: Hachings Manuel Stiefler (re.) im Duell mit Halles Timur Gayret.

(Foto: Ulrich Wagner/Imago)

Unterhaching schlägt Halle im Nachholspiel und nähert sich dem vorzeitigen Klassenerhalt.

Ein paar Dinge gilt es festzuhalten nach dem 2:0 (0:0)-Heimsieg der SpVgg Unterhaching im Nachholspiel gegen den Halleschen FC: Aufsteiger Haching, mit dem kleinsten Etat der 20 Drittliga-Klubs ausgestattet, hat nach 24 Saisonspielen schon 37 Punkte auf dem Konto und nähert sich bereits dem frühzeitigen Erreichen des einzigen Saisonziels Klassenerhalt. Und: Im Sportpark wurde der fast schon obligatorische Protest gegen den DFL-Investor nicht mit dem Werfen von Tennisbällen oder Schokotalern zelebriert, hier musste das Spielfeld nach einer gespielten Viertelstunde von einer Vielzahl Mandarinen gesäubert werden.

Sportlich hatten die ersten 45 Minuten bis auf eine vom Hachinger Patrick Hobsch verpasste Hereingabe (16.) und einen tückischen Aufsetzer von Halles Julian Eitschberger, den SpVgg Torwart René Vollath problemlos parierte (38.), nicht viel zu bieten. "Ein zähes Stück Fußball", diagnostizierte Marc Endres, Co-Trainer der Gastgeber, in der Pause bei Magentasport.

Nach dem Wechsel dauerte es nur wenige Minuten, da wurde das Dargebotene deutlich bekömmlicher, vor allem für die Heim-Fans: Einen langen Ball von Andreas Schifferl verlängerte der Hallenser Lucas Halangk unglücklich vor die Füße von Aaron Keller, der nicht lange fackelte und - wie schon am Samstag beim 1:0-Erfolg gegen Verl - die SpVgg in Führung brachte (50.). Knapp 20 Minuten später erhöhte der 19-jährige Nils Ortel auf 2:0, er hatte sich den Ball in der eigenen Hälfte selbst erkämpft, nach Doppelpass mit Mathias Fetsch gelang ihm sein erstes Drittligator (68.). Unterhachings Trainer Marc Unterberger war nach dem Spiel auch von dieser Szene begeistert: "Das zeigt, was die Jungs für eine Qualität haben - ein Träumchen."

In der Schlussphase musste sich Torwart Vollath bei einem Schlenzer von Besar Halimi lang machen (72.), Jonas Nietfelds Dropkick streichelte die Latte (83.) - ansonsten geriet Haching nicht mehr in Gefahr. Vom vorzeitigen Klassenerhalt wollte Marc Unterberger trotz der guten Leistung seiner Elf nichts hören: "45 Punkte bleiben das Ziel, es hat schon Beispiele gegeben, da haben Mannschaften in 13 Spielen nur noch ein oder zweimal gewonnen - und dann reicht es eben nicht."

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