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Sport kompakt:Kein Ryder-Cup in Deutschland

Deutschland scheitert mit Ryder-Cup-Bewerbung, Torsten Frings muss Werder Bremen verlassen, 1860 München trennt sich von Florin Lovin, THW Kiel steht im Finale der Handball-Klub-WM. Sport kompakt

Die Ära Torsten Frings beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen ist beendet. Der zum Saisonende auslaufende Vertrag wird von den Hanseaten nicht mehr verlängert. Dies bestätigte der Ex-Nationalspieler der Kreiszeitung Syke. "Ich hatte kein Angebot, was ich hätte ablehnen oder annehmen können, weil es keins gab", sagte der 34 Jahre alte Mittelfeldspieler. 326 seiner 402 Bundesligaspiele bestritt Frings zwischen 1997 und 2011 für die Norddeutschen, mit denen er 1999 und 2009 DFB-Pokalsieger wurde.

1. FC Kaiserslautern v SV Werder Bremen - Bundesliga

Aus bei Werder Bremen: Mittelfeldspieler Torsten Frings (Mitte).

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Der deutsche Golfsport ist mit seiner Bewerbung um den Ryder Cup 2018 gescheitert. Den Zuschlag für die Ausrichtung des seit 1927 ausgetragenen Kontinentalvergleichs zwischen Europa und den USA in sieben Jahren erhielt am Dienstag im Wentworth Club im englischen Virgina Water erstmals Frankreich. Neben Deutschland scheiterten auch die Mitkonkurrenten Spanien, Portugal und die Niederlande. Ausgetragen wird der Wettbewerb auf der bestehenden Anlage "Golf National" bei Versailles rund 35 km südwestlich von Paris. Deutschland hatte sich mit Leitfigur Bernhard Langer an der Spitze erstmals um die Ausrichtung des Ryder Cup bemüht, der mit weltweit bis zu 750 Millionen TV-Zuschauern zu den größten Sportveranstaltungen der Welt gehört. Bei einem erfolgreichen Ausgang für die deutsche Kampagne "Emotions made in Germany" wäre in Rohrenfeld bei Neuburg an der Donau ein neuer Platz gebaut worden.

Fußball-Zweitligist 1860 München und Mittelfeldspieler Florin Lovin gehen künftig getrennte Wege. Der Traditionsklub einigte sich am Dienstag mit dem 29-Jährigen einvernehmlich auf eine sofortige Auflösung des ursprünglich bis zum 30. Juni 2012 datierten Vertrages. Der Rumäne war im Juli 2009 von Steaua Bukarest zu den Löwen gewechselt, zog sich aber in seiner ersten Saison bereits am 5. Spieltag einen Kreuzbandriss zu und fiel damit die gesamte Hinrunde aus. Insgesamt absolvierte er 26 Ligaspiele (2 Assists) und drei DFB-Pokal-Spiele für den TSV 1860.

Heribert Bruchhagen bleibt auch in der 2. Fußball-Bundesliga Vorstandschef von Eintracht Frankfurt. Das verkündete Aufsichtsratschef Wilhelm Bender am späten Montagabend auf einer Pressekonferenz in der Main-Metropole. Bruchhagen erhält einen Vertrag für die 2. Liga bis zum 30. Juni 2012. Nun soll möglichst schnell ein Sport-Manager installiert werden. Dieser soll Einfluss auf die Suche nach einem neuen Trainer und die Zusammensetzung des Spielerkaders nehmen. Erst am Nachmittag hatte Trainer Christoph Daum verkündet, dass er die Eintracht nicht in die 2. Liga begleitet.

Japans Fußball-Nationalmannschaft nimmt nun doch nicht als Gaststarter an der Copa America (1. bis 24. Juli) in Argentinien teil. Das bestätigte der Präsident des argentinischen Verbandes, Julio Grondona, am Montag. Japan hatte nach der Natur- und Atom-Katastrophe die Einladung zunächst abgelehnt und dann doch zugesagt. Die zweite Absage innerhalb von sechs Wochen resultiert aus dem Widerstand zahlreicher europäischer Klubs, die ihre Spieler so kurz vor Saisonbeginn nicht für das Turnier abstellen wollten. Japan sollte in der Gruppe A mit Gastgeber Argentinien, Kolumbien und Bolivien spielen. Costa Rica soll nun einspringen.

Bundesliga-Aufsteiger Hertha BSC Berlin hat den Vertrag mit Pierre-Michel Lasogga vorzeitig bis 2015 verlängert. Das gab der Meister der 2. Fußball-Bundesliga auf der Mitgliederversammlung am Montagabend bekannt. Der 19 Jahre alte Junioren-Nationalspieler, Stiefsohn des früheren Nationaltorhüters Oliver Reck, hatte in der abgelaufenen Zweitliga-Saison 13 Tore für die Berliner erzielt. "Wir sind froh, dass wir Pierre so lange an Hertha binden konnten", sagte Hertha-Manager Michael Preetz. Lasogga erklärte: "Ich habe eine tolle Zeit bei Hertha und ich hoffe, dass ich meine Leistung auch in Zukunft bestätigen kann."

Formel-1-Pilot Adrian Sutil muss nach einem Disko-Zwischenfall mit einer Anzeige wegen schwerer Körperverletzung rechnen. Der bei dem Vorfall verletzte Mitbesitzer des Lotus-Renault-Rennstalls, Eric Lux, kündigte am Montag an, gegen den deutschen Force-India-Fahrer vorgehen zu wollen. Sein Schweizer Anwalt teilte mit, Lux werfe Sutil einen "tätlichen Angriff und schwere Körperverletzung" vor. Sutil hatte zuvor in einer Erklärung eingeräumt, bei "einer sehr unglücklichen Aktion" eine andere Person "vollkommen unabsichtlich" verletzt zu haben. Hintergrund ist ein Vorfall vom 17. April nach dem Großen Preis von China in Shanghai.

Die Handballer des THW Kiel haben am Montag auch ihr drittes und abschließendes Vorrundenspiel bei der Vereins-Weltmeisterschaft in Doha gewonnen. Gegner Al-Rayyan aus Katar nutzten auch die eingekauften Legionäre der europäischen Spitzenclubs aus Zagreb und Celje nichts, der THW gewann deutlich mit 41:30 (19:15). Bester THW-Torschütze war Momir Illic mit neun Treffern. Die Kieler hatten bereits vor dieser Partie als Finalist des mit 750 000 Euro dotierten Turniers im Wüstenstaat festgestanden. Der Finalgegner ist Ciudad Real aus Spanien.

Dank seiner Tennis-Erfolgsserie ist Novak Djokovic bereits jetzt für das World-Tour-Finale der besten acht Spieler am Saisonende qualifiziert. Wie die Herren-Profiorganisation ATP am Montagabend mitteilte, löste der Weltranglisten-Zweite durch den jüngsten Sieg beim Masters-Turnier in Rom als Erster das Ticket nach London. Der Serbe hat seine bisherigen 37 Partien in diesem Jahr alle gewonnen und feierte bereits sieben Turniersiege, darunter den Grand-Slam-Titel bei den Australian Open. Bei den am Sonntag beginnenden French Open in Paris hat Djokovic die Chance, den Spanier Rafael Nadal als Nummer eins im Herren-Tennis abzulösen.

Mannschafts-Flüchtlinge im Fußball

Mit der S-Bahn nach Hause