Sorgen um 1860 MünchenAuswärtsfahrten mit der S-Bahn

Große Sorgen um den Spielort, das eigene Nachwuchszentrum und die Fanarbeit: Was eine Insolvenz für den Zweitligisten TSV 1860 München bedeuten könnte.

Dem Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München droht die Insolvenz - woher die acht Millionen Euro kommen sollen, die den Löwen fehlen, ist derzeit unbekannt. Noch ist die Rettung möglich, Präsident Dieter Schneider und Geschäftsführer Robert Schäfer arbeiteten am Dienstag intensiv an einer kombinierten Lösung mit einem Investor und einer Bank. Doch die Anhänger fragen sich bereits, wie es im Falle der Zahlungsunfähigkeit mit ihrem Klub weitergehen würde. Die SZ beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wie würde die Tabelle der zweiten Bundesliga aussehen?

Anders als im Amateurbereich üblich - und zuletzt in der Regionalliga Süd bei der SpVgg Weiden und dem SSV Ulm praktiziert -, würde die Mannschaft nicht mit null Punkten ans Tabellenende gesetzt. Den Löwen würden im Insolvenzfall neun Punkte abgezogen, ihre Spiele blieben allerdings in der Wertung. "Wird gegen einen Lizenznehmer im Zeitraum vom 1.7. eines Jahres bis einschließlich des letzten Spieltages einer Spielzeit rechtskräftig ein Insolvenzverfahren eröffnet oder die Eröffnung mangels Masse abgelehnt, so werden dem Lizenznehmer mit Rechtskraft des Beschlusses des Insolvenzgerichts neun Gewinnpunkte mit sofortiger Wirkung aberkannt", heißt es in Paragraph 11 der Lizenzierungsordnung der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Das ist noch nie vorgekommen - 1860 wäre ein Präzedenzfall.

Bild: AP 23. März 2011, 08:572011-03-23 08:57:57 © SZ vom 24.03.2011/ebc