Ski-Weltcup in Kranjska Gora Neureuthers verflixter zweiter Lauf

Ski-Rennläufer Felix Neureuther verpasst in Slowenien eine Podest-Platzierung. Johannes Rydzek jubelt beim Saisonfinale der Nordischen Kombinierer. Dirk Nowitzki schafft in der NBA einen beeindruckenden Sieg.

Ski alpin, Weltcup: Ski-Rennläufer Felix Neureuther hat eine weitere mögliche Podestplatzierung im Weltcup verpasst. Der WM-Vierte fuhr beim Riesenslalom im slowenischen Kranjska Gora auf Rang fünf, auf die Top drei fehlten dem Zweiten nach dem ersten Lauf 1,05 Sekunden. Der Franzose Alexis Pinturault feierte seinen neunten Weltcup-Sieg vor dem Österreicher Marcel Hirscher, der 0,68 Sekunden zurück lag. Dritter wurde Pinturaults Landsmann Thomas Fanara (+0,93). Stefan Luitz (Bolsterlang) belegte Platz 18, Fritz Dopfer (Garmisch) blieb nach einem völlig verkorksten Finallauf als 27. weit unter seinen Möglichkeiten. Hirscher sicherte sich unterdessen im vorletzten Riesenslalom der Saison vorzeitig und zum zweiten Mal nach 2012 die kleine Kristallkugel für den Disziplinbesten des Winters.

Nordische Kombination, Oslo: Kombinierer Johannes Rydzek hat am legendären Holmenkollen in Oslo seinen zweiten Saisonsieg knapp verpasst. Der Doppel-Weltmeister aus Oberstdorf landete beim letzten Weltcup des Winters wie schon eine Woche zuvor in Lahti hinter dem Japaner Akito Watabe auf Rang zwei. Dritter wurde der Italiener Alessandro Pittin. "Das war heute noch einmal ein richtig cooles Rennen. Leider haben am Ende etwas die Kräfte etwas nachgelassen", sagte Rydzek in der ARD. Er hatte im Ziel neun Sekunden Rückstand auf Watabe. Olympiasieger Eric Frenzel komplettierte als Víerter das gute deutsche Ergebnis und durfte anschließend in die Loge des norwegischen Königs Harald V., um sich Glückwünsche zum erneuten Gewinn des Gesamtweltcups abzuholen.

Rydzek schob sich zum Abschluss in der Gesamtwertung mit 731 Punkten noch auf den dritten Rang hinter Frenzel (945) und Watabe (777) vor. Staffel-Weltmeister Fabian Rießle (724) wurde dagegen in Oslo nur Elfter und fiel noch auf den vierten Rang zurück. Die Nationenwertung ging dennoch zum dritten Mal in Folge an Deutschland. "Wir hatten heute wieder einen auf dem Stockerl, daher bin ich sehr zufrieden", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch in der ARD: "Ritschi hat noch einmal einen großartigen Wettkampf gemacht, auch Eric wollte sich zum Schluss nicht mehr lumnpen lassen. Wir haben ein tolles Team, auf das ich sehr stolz bin."

Basketball, NBA: Dirk Nowitzki ist mit den Dallas Mavericks im Kampf um die Playoff-Platzierungen zunächst wieder auf den sechsten Rang der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA geklettert. Dem Meister von 2011 gelang am Freitag (Ortszeit) ein 129:99-Sieg vor heimischer Kulisse gegen die Los Angeles Clippers. Drei Tage nach dem 94:127-Heimdebakel gegen die Cleveland Cavaliers zeigten die Mavericks damit die erhoffte Reaktion. Nowitzki kam auf 14 Punkte, die meisten erzielte Chandler Parsons (22). Insgesamt schafften sieben Profis der Mavericks zweistellige Punktwerte. Mit dem 42. Saisonsieg bei 25 Niederlagen schob sich Dallas in der Western Conference der NBA an den San Antonio Spurs vorbei auf Rang sechs. Die Clippers sind Fünfter mit ebenfalls 42 Siegen, aber einer Niederlage weniger.

Synchronspringen, Weltserie: Der Berliner Wasserspringer Patrick Hausding hat beim Auftaktmeeting der Weltserie in Peking einen weiteren Podestplatz errungen. In der Entscheidung vom Drei-Meter-Brett landete der Europameister am Samstag mit 520,00 Punkten auf Rang drei. Der Sieg ging mit 551,50 Punkten an Weltmeister Chong He vor seinem chinesischen Landsmann Yuan Cao (542,70). Hausding patzte im ersten Sprung und musste vom fünften Platz eine kleine Aufholjagd starten. Zum Auftakt am Freitag hatte Hausding zusammen mit Sascha Klein aus Dresden im Synchronspringen vom Turm Rang zwei belegt. Im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett konnte er mit dem Leipziger Stephan Feck mit Rang drei ebenfalls einen Podestplatz holen. Bei den Frauen setzte sich am Samstag ebenfalls Gastgeber China durch: Synchron-Weltmeisterin Tingmao Shi (389,60) und Einzel-Weltmeisterin Zi He (372,90) fuhren vom Drei-Meter-Brett einen Doppelerfolg ein. Die deutschen Frauen hatten sich nicht für die sechs Stationen umfassende Weltserie qualifizieren können.

Bundesliga, FC Bayern: Bei der Pressekonferenz am Mittag hatte Pep Guardiola kein Wort über Manuel Neuer verloren. Dass der Trainer des FC Bayern nicht explizit darauf hinwies, dass Manuel Neuer auf die abendliche Flugreise nach Bremen zum Auswärtsspiel bei Werder verzichten sollte, kann man ihm allerdings nicht vorwerfen - Guardiola wurde gar nicht nach seinem Torwart gefragt. Dass Neuer die Reise nach Bremen nicht antrat, vermeldete Sport1 dann am Freitagabend mit dem Hinweis, es sei keine Verletzung, die den Nationaltorwart plage, vielmehr habe man ihm "eine Verschnaufpause" auferlegt. Statt Neuer wird nun wohl Pepe Reina, zuletzt gegen Donezk auf der Bank, das Tor hüten, der Spanier steht eher in der Gunst von Guardiola als der frühere Hoffenheimer Tom Starke.

Dabei muss der Tabellenführer in Bremen ohnehin schon auf wichtige Kräfte verzichten, und wenigstens darüber hatte Guardiola Auskunft gegeben. Der Ausfall von Arjen Robben und Franck Ribéry zwingt ihn zu taktischen Umstellungen. "Wir haben Qualität im Eins-gegen-Eins verloren, es gibt keine anderen Spieler mit dieser Qualität", sagte Guardiola mit Blick auf den Samstag. Robben (Nerv im Rücken) und Ribéry (Sprunggelenk) hatten sich in der Champions League gegen Schachtjor Donezk (7:0) verletzt. Nun fehlt ihm auch noch der Nationalkeeper.

Tennis, WTA: Fed-Cup-Spielerin Angelique Kerber kommt auch unter Interimstrainer Torben Beltz nicht in Schwung. Die 27-Jährige aus Kiel, aufgrund ihrer jüngsten Ergebniskrise nur noch 14. in der Weltrangliste, unterlag in ihrem Auftaktmatch in der zweiten Runde des WTA-Turniers im kalifornischen Indian Wells der US-Amerikanerin Sloane Stephens 6:7 (6:8), 2:6. Für Kerber, die in Runde eins von einem Freilos profitiert hatte, war es die zweite Auftaktniederlage nacheinander. Zuletzt war sie vor drei Wochen beim Turnier in Doha/Katar frühzeitig gescheitert. Daraufhin hatte sich Kerber von ihrem Trainer Benjamin Ebrahimzadeh getrennt und ihren ehemaligen Coach Beltz für die kommenden vier Wochen engagiert. Nach dem Turnier in Miami (ab 24. März) will Kerber über eine künftige Lösung entscheiden. Auch Mona Barthel (Bad Segeberg) erwischte keinen guten Abend in Indian Wells. Die 24-Jährige hatte gegen die an Nummer zehn gesetzte Tschechin Lucie Safarova keine Chance und verlor in der zweiten Runde mit 4:6, 6:7 (4:7). Nach Kerbers und Barthels Aus sind aus deutscher Sicht noch Sabine Lisicki (Berlin/Nr. 24) und Andrea Petkovic (Darmstadt/Nr. 9) im Rennen. Julia Görges (Bad Oldesloe) und Annika Beck (Bonn) waren bereits in der ersten Runde gescheitert.