Schwimmen in Deutschland:"Sechs- oder Siebenjährige sind da nach 15 Minuten blaugefroren"

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Schwimmen in Deutschland: Es gab Zeiten, da war das Schwimmen ein wunderbarer Zeitvertreib. Diese Zeiten scheinen aus diversen Gründen vorbei zu sein.

Es gab Zeiten, da war das Schwimmen ein wunderbarer Zeitvertreib. Diese Zeiten scheinen aus diversen Gründen vorbei zu sein.

(Foto: imago sportfotodienst/imago sportfotodienst)

Viele Bäder in Deutschland sind marode, immer weniger Kinder können schwimmen. Und nun? Kommen Corona, Energiekrise und ein Missbrauchsskandal hinzu. Zwei ehrenamtliche Schwimmtrainer schlagen Alarm.

Interview von Sebastian Winter

Kinder, die zu spät oder gar nicht schwimmen lernen, geschlossene Bäder - erst wegen Corona, nun wegen hoher Energiekosten -, fehlende Trainer. Das ist die Lage im deutschen Schwimmen im Jahr 2022. Und dann kam im Sommer für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) noch der vom ehemaligen Wasserspringer Jan Hempel öffentlich gemachte Missbrauchsskandal hinzu. Höchste Zeit für ein Gespräch mit der Basis, wo Uwe Hermann und Steffen Anthes täglich um Talente kämpfen, um Wasserzeiten. Anthes, 57, ist seit 15 Jahren Trainer des TV 1862 Langen, Uwe Hermann, 42, beim TV Wetzlar 1847. Hermann ist zugleich Vorsitzender der Deutschen Schwimm-Jugend im DSV. Beide zeichnen ein düsteres Bild der Lage und sagen: "Wir wollen wachrütteln."

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