Der deutsche Radprofi Jens Voigt zeigte sich wenig überrascht über die TV-Doping-Beichte. Nach den Anklagen der US-Anti-Doping-Agentur Usada sei "klar gewesen, in welche Richtung das Gespräch gehen würde", sagte Voigt. Er habe das Interview nicht live gesehen, weil er zur Vorbereitung auf die Tour Down Under im australischen Adelaide beim Training war. "Die Leute mögen Geständnisse, aber es wird für Lance sicher noch ein langer Weg", meinte der RadioShack-Fahrer. Dem Team gehörte zuletzt auch Armstrong an. Voigt monierte eine gewisse Laxheit Armstrongs bei seinen angebotenen Entschuldigungen. "Ich habe gegen ihn nur ein, zwei Rennen verloren. Das war nicht schlimm. Aber es gibt sicher andere, die haben viel mehr unter ihm gelitten. Da wird noch mehr nötig sein, als ein kurzes Sorry über den Bildschirm", meinte der 42-jährige Berliner.

Bild: dpa 18. Januar 2013, 11:052013-01-18 11:05:55 © Süddeutsche.de/dpa/sid/sonn/jbe