RB Leipzig ohne Timo Werner:Leipzig braucht die Champions League für die Kaderplanung

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Die Vorgeschichte zum 2:1 war dann ein Zweikampf zwischen Kenan Karaman und Dayot Upamecano, Karaman stieß den Leipziger Abwehrkoloss, er fiel. Dass Upamecano sich übertrieben wälzte, war das eine. Doch nur so konnte die Szene entstehen, an deren Ende Skrzybski den Ball ins Tor lenkte. Mit Folgen: "Wenn wir das 2:1 nicht kriegen, gewinnen wir", sagte Nagelsmann. Die Leipziger teilen sich mit insgesamt 12 Unentschieden nun den offiziösen Titel "Remiskönig" mit Schalke 04.

Noch hat Leipzig als Tabellendritter die beste Ausgangsposition im Dreikampf mit Leverkusen (3:1 gegen Köln) und Gladbach um zwei verbleibende Königsklassenplätze. Aber vor den letzten Spielen gegen Dortmund und bei den fast geretteten Augsburgern ist die Qualifikation nun "wieder mit viel Druck verbunden", ärgerte sich Nagelsmann. Zumal Dortmund sich vermutlich in der Pflicht sieht, Reparationen für den Auftritt gegen Mainz (0:2) zu leisten.

"Wir werden unser Ziel Champions League erreichen", sagte Leipzigs Manager Krösche. Das ist auch nötig. Leipzig kann zwar neben dem 100-Millionen-Schuldenerlass durch Red Bull Rekordtransfererlöse verkünden: Die Abgänge von Keita (Liverpool), Cunha (Hertha), Demme (Neapel) und Werner haben seit 2019 rund 140 Millionen Euro in die Kassen gespült. Dazu kommt eine verpflichtende 21-Millionen-Ablöse für den an Leeds United verliehenen Stürmer Jean-Kévin Augustin, die im Falle eines Aufstiegs des Zweitliga-Spitzenreiters Leeds greift. Aber durch das Startgeld der Champions League würde Leipzig lockerer in die Brieftasche greifen können, um Werner zu ersetzen, im Gespräch ist Milot Rashica von Werder Bremen.

Ohne Champions-League-Qualifikation sei die Kaderqualität schwer zu halten, sagte Nagelsmann zuletzt. Es geht ja auch ums eigene Personal. Dass etwa der von Topklubs umgarnte Verteidiger Upamecano ohne Königsklasse bei RB bliebe, ist zu bezweifeln. Upamecano sei "ein sehr wichtiger Spieler. Wir wollen ihn gern behalten, ist ja klar", sagte Krösche. Bei der Frage, ob er Upamecanos Weggang ausschließen könne, umschiffte er ein klares Ja: "Wir werden sehen, wie sich das entwickelt."

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